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KfW-Förderung für barrierefreien Umbau ist ausgeschöpft
Die Bundesförderung für die Barrierereduzierung im Wohnungsbestand ist bereits ausgeschöpft. Seit dem 30. Juli stehen im KfW-Programm Barrierereduzierung – Investitionszuschuss keine Mittel mehr zur Verfügung. Insgesamt waren für dieses Jahr 50 Millionen Euro vorgesehen. Gefördert wurden unter anderem bodengleiche Duschen, der Abbau von Türschwellen und der Einbau von Aufzügen.
Hohe Nachfrage im Wohnungsbestand
Seit dem Programmstart am 8. April wurden für rund 26.800 Wohneinheiten aus etwa 21.400 Anträgen Zusagen über insgesamt 46,1 Millionen Euro erteilt. Durchschnittlich entfielen damit rund 1.720 Euro Förderung auf jede Wohneinheit. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe unterstreicht die schnelle Ausschöpfung das große Potenzial altersgerechter Sanierungen im Bestand.
Zuschüsse für einzelne Maßnahmen
Die Förderung setzte gezielt Anreize für Investitionen in barrierearme Wohnungen. Bei Einzelmaßnahmen übernahm die KfW zehn Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 2.500 Euro. Für den Umbau zum Standard Altersgerechtes Haus waren 12,5 Prozent beziehungsweise maximal 6.250 Euro möglich. Da die Förderung objektbezogen erfolgt, bleibt der Nutzen auch bei einem Bewohnerwechsel bestehen.
Bäder als wichtiges Handlungsfeld
Besonders für das SHK-Handwerk spielt die altersgerechte Sanierung eine wichtige Rolle. Bodengleiche Duschen und angepasste Sanitärausstattungen können Barrieren im Badezimmer reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Angesichts der demografischen Entwicklung dürfte der Bedarf an solchen Umbauten weiter wachsen.
Entlastung für Pflege und Bewohner
Barrierearme Wohnungen können dazu beitragen, dass Menschen länger selbstständig in ihrem Zuhause leben. Damit gewinnt der Umbau des Bestands nicht nur als Bau- und Handwerksaufgabe an Bedeutung, sondern auch als Beitrag zur Entlastung von Pflegeeinrichtungen. Die schnelle Nachfrage nach der Förderung zeigt, dass viele Eigentümer entsprechende Maßnahmen bereits planen oder umsetzen wollen.
Branche fordert höhere Mittel
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima sieht in der raschen Ausschöpfung ein deutliches Signal. Aus Sicht des Verbands reichen die bereitgestellten Mittel nicht aus, um der Nachfrage nach barrierearmen Bädern und altersgerechten Umbauten gerecht zu werden. Für 2027 fordert der ZVSHK deshalb eine Fortführung des KfW-Programms 455-B und eine deutliche Aufstockung des Budgets.
150 Millionen Euro pro Jahr gefordert
Statt der bisherigen 50 Millionen Euro sollen nach Auffassung des Verbands künftig mindestens 150 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt werden. Eine dauerhaft verlässliche Förderung würde Investitionen in barrierearme Wohnungen erleichtern und ausführenden SHK-Fachbetrieben mehr Planungssicherheit geben.
Quelle: www.meistertipp.de