Daimler Truck startet mit deutlichem Gewinneinbruch ins Jahr

Daimler Truck startet mit deutlichem Gewinneinbruch ins Jahr Bild: stock.adobe.com

Daimler Truck startet mit deutlichem Gewinneinbruch ins Jahr

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Daimler Truck hat zum Jahresauftakt einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnet. Das Konzernergebnis sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 80 Prozent auf 149 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Nutzfahrzeughersteller noch einen Gewinn von 749 Millionen Euro erzielt. Auch der Umsatz entwickelte sich rückläufig. Die Erlöse gingen um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich um 71 Prozent auf 292 Millionen Euro. Als wesentliche Ursache nennt das Unternehmen die deutlich schwächere Profitabilität im Nordamerika-Geschäft.

Nordamerika und Busgeschäft belasten Entwicklung

Neben der angespannten Marktsituation in den USA wirkten sich auch rückläufige Verkaufszahlen bei Bussen negativ auf das Geschäft aus. Weltweit setzte Daimler Truck im ersten Quartal 68.849 Lastwagen und Busse ab. Das entspricht einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Ergebnis war 2025 um 34 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro gesunken. Neben der schwachen Nachfrage in Nordamerika belasteten auch US-Zölle die Geschäftsentwicklung.

Hoffnung durch steigende Auftragseingänge

Trotz der schwachen Quartalszahlen blickt Konzernchefin Karin Rådström optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Besonders die Entwicklung bei den Auftragseingängen sorgt für Zuversicht. Diese stiegen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent. Vor allem in den USA habe sich die Nachfrage zuletzt wieder spürbar erholt, was sich in den kommenden Monaten positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken könnte.

Sparprogramm soll Kosten senken

Um auf die schwierige Marktlage zu reagieren, hat Daimler Truck das Sparprogramm „Cost Down Europe“ gestartet. Bis 2030 sollen die Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro reduziert werden. In Deutschland könnten in diesem Zusammenhang rund 5.000 Arbeitsplätze wegfallen.