Jahresstart 2026: Wohnungsbau mit ersten Lichtblicken

Jahresstart 2026: Wohnungsbau mit ersten Lichtblicken

Jahresstart 2026: Wohnungsbau mit ersten Lichtblicken

  • Dienstleistungen
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Zum Jahresbeginn 2026 bleibt die Lage in der Bauwirtschaft uneinheitlich. Viele Handwerksbetriebe berichten von abnehmender Nachfrage, rückläufigen Umsätzen und schwacher Auslastung, Investitionen werden zurückgestellt. Besonders betroffen ist das Bauhauptgewerbe, während Ausbaugewerke teilweise stabiler laufen. Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, sieht die Krise in weiten Teilen des Handwerks angekommen und verweist auf fehlende Impulse aus Berlin. Genannt werden zudem steigende Sozialabgaben, Bürokratieaufwand und Fachkräftemangel als Belastungsfaktoren.

Südwesten: Eintrübung der Geschäftslage

Auch im Südwesten wird eine Verschlechterung beschrieben: Nur noch knapp die Hälfte der Betriebe bewertet die eigene Situation als gut, nahezu jeder dritte Betrieb meldet Umsatzrückgänge. Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, nennt hohe Energiepreise, steigende Lohnnebenkosten und fehlende Nachfrage als zentrale Probleme und warnt vor fehlenden Entlastungen. Gleichzeitig bleibt der Ausblick vieler Unternehmer vorsichtig optimistisch, verbunden mit der Erwartung struktureller Reformen.

Wohnungsbau: Stimmung hellt sich leicht auf

Im Wohnungsbau zeigt sich laut Text eine leichte Verbesserung des Geschäftsklimas, ohne dass von Entwarnung die Rede ist. Fast jedes zweite Unternehmen berichtet weiterhin von fehlenden Aufträgen, zudem werden Projekte verzögert oder verschoben. Klaus Wohlrabe vom Ifo Institut beschreibt die Branche als Warteschleife. Zwar steigen die Baugenehmigungen langsam wieder, bis daraus neue Aufträge entstehen, dürfte jedoch noch Zeit vergehen. Zusätzlich werden witterungsbedingte Einschränkungen im Januar genannt.

Unsicherheit bleibt prägend

Während Teile des Ausbauhandwerks und einzelne Dienstleistungsbereiche stabil bleiben, leiden vor allem Bauhauptgewerke unter rückläufiger Kapazitätsauslastung. Für die kommenden Monate wird entscheidend, ob sich der leichte Trend im Wohnungsbau verstetigt und ob politische Maßnahmen neue Investitionsimpulse auslösen.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer