Altersgerechte Sanierung wird zum Wachstumsfeld fürs Handwerk
Der Bedarf an altersgerechten Badezimmern wächst, notwendige Umbauten bleiben jedoch oft aus. Laut einer Umfrage der Baumarktkette Hornbach legt fast jeder zweite Deutsche bei künftigen Wohnkonzepten Wert auf ein barrierearmes Bad. Gleichzeitig schrecken hohe Kosten, organisatorischer Aufwand und Unsicherheiten bei der Planung viele Eigentümer und Mieter ab. Besonders die Generation 50+ lebt häufig noch mit jahrzehntealten Bädern, obwohl das Bad mit zunehmendem Alter für Selbstständigkeit und Sicherheit wichtiger wird.
Nachfrage nach konkreten Umbauoptionen
Genannt werden Lösungen wie bodengleiche Duschen, Haltegriffe und rutschhemmende Oberflächen. Badplanerin Marie Striewe betont, ein Bad müsse nicht nur im Alter funktionieren, sondern auch bei vorübergehend eingeschränkter Mobilität, etwa nach Unfall oder Erkrankung.
Marktpotenzial für Betriebe, auch über Teilmodernisierung
Rund ein Drittel derjenigen, die in den kommenden zwei Jahren renovieren möchten, nennt Barrierefreiheit als zentrales Ziel. Striewe ordnet eine Badsanierung als Bestandteil vorausschauender Lebensplanung ein. Für Sanitärbetriebe, Fliesenleger und Bauunternehmen ergeben sich Chancen, zumal neben Komplettumbauten auch Teilmodernisierungen an Bedeutung gewinnen, etwa der Austausch einer Badewanne gegen eine ebenerdige Dusche.
Fördermittel und Beratung als Hebel
Viele Vorhaben scheitern laut Beitrag an Finanzierung und Unsicherheiten zu Genehmigungen und Fördermitteln. Jonathan Kohl, Geschäftsführer des auf barrierefreie Umbauten spezialisierten Unternehmens Seniovo, verweist auf Beratungsbedarf bei Einbauten und Finanzierung sowie auf Wissenslücken: Viele wüssten nicht, dass bei der Pflegekasse Zuschüsse beantragt und beim Vermieter Umbaugenehmigungen eingeholt werden können.
Quelle: www.meistertipp.de