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Innovationsforum zeigt marktreife Lösungen für die Bauwende
Beim zweiten Innovationsforum von Neues Bauen – 80 Sekunden und dem dena-Kompetenzzentrum Serielle Sanierung / Energiesprong DE standen marktreife Lösungen für die Baupraxis im Mittelpunkt. Die Veranstaltung fand am 18. Juni bei VELUX in Hamburg unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Peter Tschentscher statt. Vor Entscheidern aus Bau- und Wohnungswirtschaft, Kommunen und Politik präsentierten elf Unternehmen Ansätze aus Gebäudedruck, industriellem Holzbau, digitaler Planung, Finanzierung und serieller Sanierung.
Hamburg setzt auf schnellere Verfahren
Bürgermeister Tschentscher verwies auf Hamburgs Ziel, schnelles, bezahlbares und klimaschonendes Bauen voranzubringen. Mit dem Hamburg-Standard, einer novellierten Bauordnung sowie digitalisierten Planungs- und Genehmigungsverfahren wolle die Stadt Neubau und Sanierung beschleunigen und vereinfachen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft solle mit innovativen Lösungen dazu beitragen, Wohnungsbau und Klimaschutz stärker zusammenzubringen.
Lösungen für Tempo und Kosten
Im Themenblock schneller bauen überzeugte Blome mit einem Verfahren zur seriellen Sanierung von Bädern und Strängen im bewohnten Zustand. Weitere Ansätze kamen von urban beta mit einem modularen Holzhybrid-Bausystem, Wienerberger mit einem mobilen Mauerwerksroboter und FlyNex mit KI-gestützter Bestandsaufnahme per Drohnenflug. Im Block preiswerter bauen wählte das Publikum Elements Immobilien, das Dachgeschosse im Bestand energetisch ausbaut. Ergänzend präsentierten RoofUz und DEPACT Plattformansätze für Sanierung und Dachaufstockung sowie Plan4 Software eine digitale Gebäudeaufnahme.
Klimaneutrale Ansätze für Bestand und Neubau
Im Themenfeld klimaneutral bauen und sanieren reichten die Lösungen von Materialsystemen über Energieversorgung bis zu Datennutzung. Rheinzink zeigte ein rückbaubares Klick-Leistensystem für Dach und Fassade, Superwood langlebige Holzfassaden. SmaWo präsentierte eine Lösung für wohnungsbezogene Photovoltaik mit Speicher, LeafTech digitale 3D-Zwillinge zur Dekarbonisierung von Quartieren. Das Publikum entschied sich in diesem Block für SmaWo.
Matchmaking soll Umsetzung beschleunigen
Neben den Pitches lag ein Schwerpunkt auf der Vernetzung zwischen Wohnungsunternehmen, Projektentwicklern und Anbietern. Ziel war es, erste Kooperationen anzustoßen und marktreife Lösungen schneller in konkrete Projekte zu bringen. Zwei Wildcards erweiterten das Spektrum: BIMETO mit digitalen Gebäudezwillingen aus Laserscans und Protektorwerk Florenz Maisch mit standardisierten Verbindungen für serielles Bauen und Sanieren.
Skalierung als nächste Aufgabe
Nach Einschätzung des dena-Kompetenzzentrums Serielles Sanieren / Energiesprong DE ist serielles Sanieren keine Grundsatzfrage mehr, sondern eine Frage der Geschwindigkeit. Entscheidend seien standardisierte Schnittstellen, durchgehend digitale Planung und optimierte Prozesse. Die Innovations-Offensive wird an weiteren Standorten fortgesetzt, darunter Berlin und Brandenburg sowie drei Stationen in Süddeutschland.