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IBA’27 stellt Konzept für das Ausstellungsjahr 2027 vor
Die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart hat ihr Konzept für das Ausstellungsjahr vorgestellt. Vom 24. April bis 30. Oktober 2027 wird die gesamte Region zur Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen zukunftsfähige Bauprojekte, die von Einzelgebäuden bis zu Quartiersentwicklungen reichen. Viele Vorhaben sollen bis dahin fertig sein, andere werden als Baustellen oder Entwicklungsorte erlebbar. Die IBA’27 versteht das Ausstellungsjahr als Präsentation ihrer Arbeit seit 2017 und zugleich als kritischen Blick auf aktuelle Fragen von Architektur, Bautechnik und Stadtentwicklung.
Weissenhof und Kaufhaus als zentrale Orte
Eine besondere Rolle spielen der Weissenhof und das ehemalige Galeria-Kaufhof-Gebäude in der Stuttgarter Eberhardstraße. Hundert Jahre nach der Weissenhofsiedlung will die IBA’27 dort Fragen für die nächsten Jahrzehnte des Wohnungsbaus aufwerfen. Am Eingang der Siedlung entsteht mit dem Weissenhof.Forum ein neues Besucher- und Informationszentrum. Im ehemaligen Kaufhaus wird eine zentrale Ausstellung eingerichtet, die Projekte der IBA’27 bündelt und Themen wie Wohnen, Klimaanpassung, Umnutzung und Quartiersentwicklung aufgreift. Das leerstehende Gebäude soll für einen Sommer zu einem Ort des Dialogs werden.
Projekte in Stadt und Region
Neben den zentralen Ausstellungsorten werden zahlreiche weitere Projekte in Stuttgart und der Region einbezogen. In Stuttgart-Rot zeigen die Projekte Quartier am Rotweg und Böckinger Straße die Weiterentwicklung bestehender Wohnsiedlungen. In Wendlingen entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Neckarspinnerei ein neues Quartier, ergänzt durch das bereits realisierte Holzparkhaus am Bahnhof. Auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart werden mit dem IntCDC Building und dem adaptiven Demonstrator-Hochhaus neue Ansätze des digitalen und experimentellen Bauens sichtbar. Insgesamt sollen rund 40 weitere Projektorte in der Region besuchbar sein.
Ausstellungsjahr mit Wirkung über 2027 hinaus
Die IBA’27 richtet sich ausdrücklich an ein breites Publikum und plant ein umfangreiches Programm mit Führungen, Gesprächen, Workshops, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen. Unterstützt wird das Ausstellungsjahr von zahlreichen Partnern aus Kultur, Tourismus und Mobilität. Zugleich verstehen die Verantwortlichen 2027 nicht als Abschluss, sondern als Übergang. Die Gesellschafter haben beschlossen, die IBA’27 GmbH bis 2030 weiterzuführen, um Ergebnisse zu dokumentieren, Projekte weiter zu begleiten und die gewonnenen Erfahrungen langfristig in der Region zu verankern.