Heidelberg Materials plant Einsparungen bis 2026

Heidelberg Materials plant Einsparungen bis 2026 Bild: stock.adobe.com

Heidelberg Materials plant Einsparungen bis 2026

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Heidelberg Materials hat sich nach eigenen Angaben 2025 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut behauptet. Vorstandsvorsitzender Dominik von Achten führte das Ergebnis auf striktes Kostenmanagement zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um sechs Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro. Der Gewinn, der 2025 auf die Aktionäre entfiel, lag bei gut 1,9 Milliarden Euro nach knapp 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Konzern zählt zu den größten Baustoffunternehmen der Welt und beschäftigte zuletzt rund 50.000 Mitarbeiter.

Ausblick und Kursreaktion

Von Achten sagte, der Bausektor sei in manchen Regionen weiterhin von Schwankungen geprägt, in den Kernmärkten setze sich jedoch die Stabilisierung fort. Das Management rechne deshalb im laufenden Jahr erneut mit Ergebniswachstum. Der Aktienkurs geriet dennoch unter Druck und fiel unter 200 Euro. Eine vorherige Rally bis auf ein Rekordhoch von fast 242 Euro im Januar hatte bereits durch Berichte über ein mögliches Aufweichen der EU-Pläne für Klimaschutzmaßnahmen einen Dämpfer erhalten.

Rolle von Dekarbonisierung und Zertifikaten

Der Konzern galt bislang als Profiteur der EU-Klimapolitik, weil Heidelberg Materials eine branchenführende Position bei Dekarbonisierung und der Abscheidung von CO2-Emissionen im Produktionsprozess zugeschrieben wurde. Anleger hatten Kostenvorteile für den Zementhersteller gesehen, sobald die Ausgabe kostenloser Zertifikate gestoppt wird.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Der Umsatz stieg 2025 trotz teilweise rückläufiger Absatzmengen im Jahresvergleich um gut ein Prozent auf knapp 21,5 Milliarden Euro. In der Region Afrika-Mittelmeer-Westasien setzte der Konzern deutlich mehr um, in Asien-Pazifik gingen die Erlöse zurück. In Europa und in Nordamerika legte der Umsatz jeweils leicht zu.

Sparprogramm und Werksanpassungen

Heidelberg Materials will bis Ende 2026 unter anderem mit geringerer Klinkerproduktion, Verbesserungen in der Produktion und Personalabbau jährlich eine halbe Milliarde Euro einsparen. Für 2026 peilt das Unternehmen ein bereinigtes operatives Ergebnis von 3,4 bis 3,75 Milliarden Euro an und damit mindestens den Vorjahreswert. Wegen des deutlichen Absatzrückgangs bei Zement in Europa und der stärkeren Ausrichtung des Portfolios auf CO2-reduzierte Produkte wurde die Herstellung in mehreren Werken angepasst: Im Zementwerk Hannover und im nordspanischen Werk Añorga wurde die Klinkerproduktion eingestellt, die französischen Werke in Beffes und Villiers-au-Bouin wurden Ende November geschlossen. Zugleich setzt der Konzern weiter auf den nordamerikanischen Markt und kauft dort zu.