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Fachkräftemangel am Bau: Altersabgänge als Haupttreiber
Das Berliner Start-up BauPioniere hat für seinen “Praxischeck 2026” in zwei Online-Befragungen insgesamt 21 Teilnehmende aus der Bauwirtschaft befragt. Wegen der kleinen Stichprobe sind die Ergebnisse nicht repräsentativ, geben aber Einblicke in betriebliche Herausforderungen. 86 Prozent nennen altersbedingte Abgänge als Grund für neue Stellenbesetzungen. 62 Prozent führen steigende Auftragsvolumina und neue Projekte an, 57 Prozent Kündigungen.
Unbesetzte Stellen kosten Zeit und Wissen
Jeweils 80 Prozent der Befragten berichten von zusätzlichen Überstunden und einer schlechteren Stimmung in der Belegschaft. 70 Prozent sehen das Ausscheiden erfahrener Beschäftigter als häufig unterschätzten Kostenfaktor. Mit langjährigen Mitarbeitern gehen oft auch Kenntnisse über Projekte, interne Prozesse und bewährte Lösungen verloren.
Bewerberprofile passen oft nicht
Bei 62 Prozent der Antworten spielt die mangelnde Übereinstimmung zwischen Bewerberprofil und Anforderungen eine Rolle. Unklare Tätigkeitsbeschreibungen und unrealistische Erwartungen erschweren die Suche zusätzlich. Alle Befragten, die die entsprechende Frage beantworteten, sehen Empfehlungen als wertvolle Quelle für neue Kontakte. Für 90 Prozent prägt das Betriebsklima den ersten Eindruck potenzieller Beschäftigter.
KI ist verbreitet, Informationen sind verstreut
82 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig mindestens ein KI-Werkzeug. 55 Prozent berichten jedoch, dass wichtige Informationen über verschiedene Systeme verteilt sind. Die Studienautoren sehen hier Verbesserungspotenzial. KI könnte Projektdaten leichter zugänglich machen, Stellenanzeigen verständlicher formulieren, administrative Abläufe beschleunigen und helfen, Erfahrungswissen zu sichern.
Baustellenbilder bleiben oft ungenutzt
Bei 82 Prozent entstehen regelmäßig Baustellenbilder, für deren Nutzung fehlt aber häufig die Zeit. 45 Prozent nennen Zeitmangel als größte Hürde für die Sichtbarkeit ihres Betriebs. Entscheidend wird sein, ob KI den Arbeitsaufwand tatsächlich senkt und Wissen im Unternehmen verfügbar hält.
Quelle: www.meistertipp.de