Wärmeplanung: KI-Plattform soll Kommunen und Bürger einbinden

Wärmeplanung: KI-Plattform soll Kommunen und Bürger einbinden Bild: stock.adobe.com

Wärmeplanung: KI-Plattform soll Kommunen und Bürger einbinden

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Im Forschungsprojekt HEATogether entwickelt das Fraunhofer IEG mit Partnern eine KI-gestützte Plattform, die Wissen und Planungswerkzeuge zusammenführt. Sie soll komplexe Entscheidungen zur Wärmewende in Strukturwandelregionen verständlicher machen. Laut Projektleiterin Prof. Tanja Kneiske verfügen Kommunen und Stadtwerke bereits über leistungsfähige Werkzeuge für die Wärmeplanung. Die Herausforderung liege darin, die Ergebnisse für unterschiedliche Akteure verständlich und nutzbar zu machen.

Die KI erklärt, rechnet aber nicht selbst

Die Plattform verbindet bestehende wissenschaftliche Planungswerkzeuge für Strom-, Gas- und Wärmenetze mit Künstlicher Intelligenz. Sie soll Informationen passend zur Region und Nutzergruppe aufbereiten, denn Fachleute bei Stadtwerken brauchen andere Informationen als Verwaltungen oder Bürger. Die Berechnungen bleiben Aufgabe der geprüften Planungswerkzeuge. Die KI soll deren Ergebnisse erklären und zwischen den Fachebenen vermitteln, aber keine eigenen physikalischen Aussagen erzeugen.

Die Plattform entsteht mit den Nutzern

Zunächst untersuchen die Forschenden, welche Informationen verschiedene Gruppen benötigen und wie sie KI bei der Wärmewende wahrnehmen. Grundlage sind Interviews, eine Befragung von mindestens 1.000 Menschen und die Analyse regionaler Erfahrungen. Daraus entstehen Nutzerprofile. Anschließend wird die Plattform in mindestens sechs bis acht Formaten mit Akteuren aus der Praxis erprobt. Dazu gehören Energieversorger in Weißwasser, Aachen und Hoyerswerda, weitere Erprobungen sind in Cottbus, Zittau und Dormagen geplant.

Sechs Verbundpartner und mehrere Praxispartner

Im Verbund arbeiten das Fraunhofer IEG, Fraunhofer FIT, Fraunhofer ISI, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen und die Hochschule Zittau/Görlitz zusammen. Assoziierte Partner sind unter anderem die Stadtwerke Weißwasser, die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda und die Stadt Aachen.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert HEATogether im Bereich “Energiewende und Gesellschaft”, Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Das Gesamtvorhaben hat ein Budget von rund 1,3 Millionen Euro, davon rund 773.000 Euro für das Teilvorhaben des Fraunhofer IEG. Das Projekt läuft vom 1. August 2026 bis zum 31. Januar 2029.