DGNB-Basiszertifikat für Cureus-Systempflegeimmobilien

DGNB-Basiszertifikat für Cureus-Systempflegeimmobilien

DGNB-Basiszertifikat für Cureus-Systempflegeimmobilien

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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) hat den Cureus-Systemansatz zur Planung und zum Bau stationärer Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Mehrfachzertifizierung basiszertifiziert. Im Zentrum des Verfahrens stand die Cureus-Standardbaubeschreibung, auf der die Elemente des Systemansatzes basieren; die DGNB ordnet den Prozess ihrem Leitmotiv Nachhaltigkeit in Serie zu.

Vereinfachte Zertifizierung einzelner Bauvorhaben

Auf Grundlage der Basiszertifizierung kann Cureus einzelne Bauvorhaben nach DGNB-Maßgaben vereinfacht zertifizieren lassen und dies mit Blick auf Zertifizierungs- und Auditgebühren zügiger und kosteneffizienter umsetzen. Als Ergebnis nennt Cureus eine höhere Gebäude- und Ausbauqualität für die Nutzer durch eine nutzerfreundliche, energieeffiziente und schadstoffarme Bauweise, die zugleich Umweltaspekte berücksichtigt.

Dokumentationsaufwand und Anpassungsbedarf

Cureus führt die erwarteten Zeit- und Kostenvorteile auf Standardisierung und Effizienz zurück und sieht eine deutliche Reduzierung des Dokumentationsaufwands sowohl bei der DGNB als auch im eigenen Haus. Zudem verweist das Unternehmen darauf, dass die Standardbaubeschreibung nur in überschaubarem Umfang an DGNB-Erfordernisse angepasst werden musste.

Prozess, Partner und Bewertungskriterien

Die Basiszertifizierung wurde als mehrmonatiger Prozess gemeinsam mit Fachplanern aus dem Cureus-Partnernetzwerk und der DGNB durchgeführt; Cureus arbeitete dabei mit der iproplan Planungsgesellschaft mbH aus Chemnitz zusammen. Der Ablauf reicht von Vorbesprechung und Projektanmeldung über die Abstimmung der Rahmenbedingungen bis zur Einreichung von Unterlagen und Nachweisen; am Ende stehen Basiszertifikat und ein zugehöriges Pflichtenheft. Bewertet werden ökonomische, technische, prozessuale, soziale und ökologische Kriterien; die Standardbaubeschreibung liefert unter anderem Angaben zu Materialien, Gebäudekomponenten der Ausstattung wie Beheizung, Lüftung und Armaturen sowie zum Betriebskonzept und zu Qualitätsmaßnahmen wie Blower-Door-Test, Luftqualitätsmessung und Schallschutzmessungen.

Pflichtenheft als Grundlage für Folgeprojekte

Parallel zur Basiszertifizierung wurde ein projektspezifisches DGNB-Pflichtenheft auf Basis des Basiszertifikats erstellt, das Form, Art und Umfang der noch erforderlichen Dokumentationen für die Zertifizierung der folgenden Einzelbauprojekte festlegt. Danach kann für diese Vorhaben ein beschleunigter Zertifizierungsprozess starten, in dem nur noch einzelne Punkte in individueller Abstimmung mit der DGNB zu bearbeiten sind; weiterführende Hinweise nennt die DGNB auf ihrer Seite zum DGNB-System der Mehrfach- und Serienzertifizierung.

Cureus und der Systemansatz für Pflegeimmobilien

Cureus ist ein auf stationäre Pflegeimmobilien spezialisierter Bestandshalter, der für das eigene Portfolio neu baut und dieses aktiv managt; das Unternehmen ist seit Mitte 2022 Mitglied der DGNB. Der Systemansatz der Systempflegeimmobilie umfasst Vorgaben für die Immobilie, ein festes Partnernetzwerk und standardisierte Prozesse als Richtschnur vom Grundstückskauf über die Bauphase bis zur langfristigen Begleitung der Gebäude; Cureus verbindet damit Ziele wie höhere Wirtschaftlichkeit und geringere Betriebskosten sowie verbesserte Wohnbedingungen und Servicequalität mit einem Fokus auf Betreiber, Bewohner und Pflegepersonal. Genannt werden unter anderem optimierte Flächen- und Laufwege durch Größe und Anordnung von Räumen, Tageslicht in Fluren, bodentiefe Fenster in jedem Zimmer sowie ein standardisiertes System für Bäder und Fensteranordnungen, während Architektur und Fassadengestaltung auf das jeweilige Umfeld abgestimmt werden sollen; als Ziel werden für alle Objekte der KfW-40-Standard und häufig ein DGNB-Zertifikat in Silber genannt. Zudem beschreibt Cureus Kostensynergien durch gebündelte Beschaffung etwa bei Bodenbelägen oder Aufzugsanlagen sowie geringere Betreiberaufwände durch langfristige, mehrere Objekte umfassende Wartungsverträge; die fortlaufende Überprüfung und Optimierung des Ansatzes soll bedarfsgerechte Immobilien absichern.