Compliance treibt nachhaltige Transformation im Bau

Compliance treibt nachhaltige Transformation im Bau Bild: stock.adobe.com

Compliance treibt nachhaltige Transformation im Bau

  • Nachhaltigkeit
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Die nachhaltige Transformation der Bauwirtschaft ist nach einer Ende 2025 abgeschlossenen Erhebung unter Bauunternehmen bereits im Gange. Deutsche Betriebe setzen vermehrt auf Abfallvermeidung, Vorfertigung, elektrifizierte Fuhrparks sowie biobasierte oder alternative Baumaterialien. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass die Umsetzung nachhaltiger Bauprozesse bereits läuft oder innerhalb von drei bis zehn Jahren erfolgen wird.

Erhebung in acht europäischen Ländern

Die Untersuchung wurde von USP Marketing Consultancy durchgeführt. Ende des vierten Quartals wurden 940 ausführliche CATI-Telefoninterviews mit Bauunternehmen in acht west-, süd- und mitteleuropäischen Ländern geführt. Darunter waren 125 Interviews mit Unternehmen in Deutschland. Im Mittelpunkt standen Transformationsprozesse in Richtung nachhaltiges Bauen.

Vorschriften als wichtigster Treiber

Als wichtigsten Grund für die Einführung nachhaltiger Technologien nennen deutsche Bauunternehmen die Einhaltung von Vorschriften und Richtlinien. 37 Prozent der befragten Betriebe sehen Compliance als zentralen Treiber. Dies gilt auch vor dem Hintergrund noch ausstehender nationaler Umsetzungen, etwa bei der EU-Gebäuderichtlinie EPBD 2024. Viele Unternehmen richten ihre internen Prozesse demnach frühzeitig auf kommende Anforderungen aus.

Umweltwirkung und Kundennachfrage zählen ebenfalls

Neben der Gesetzeskonformität spielen weitere Motive eine wichtige Rolle. 29 Prozent der deutschen Befragten nennen die Reduktion der Umweltbelastung, etwa durch nachhaltigere Materialien und Prozesse. 23 Prozent verweisen auf die wachsende Nachfrage von Kunden nach nachhaltigen Baupartnern. Jeweils ein Siebtel der Befragten berücksichtigt zudem Wettbewerbsfähigkeit und Imageverbesserung.

Abfall- und Energiekosten im Blick

Abfall- und Energiekosteneinsparungen werden von einem Fünftel der Befragten als wichtiger Aspekt genannt. Dabei geht es um Veränderungen in Prozessen und Arbeitsweisen, die bereits heute umgesetzt werden können und zugleich direkte wirtschaftliche Effekte haben. Als wirkungsvollste Bestandteile eines nachhaltigeren Bauansatzes gelten energieeffiziente Materialien, Abfallvermeidung und erneuerbare Energien.

Investitionen und Fachkräfte fehlen

Die größten Hürden für nachhaltige Projekte bleiben die Investitionskosten. Der Kostenfaktor bremst die Verbreitung nachhaltiger Lösungen deutlich. Hinzu kommt der anhaltende Fachkräftemangel, der Unternehmen bei der Umstellung auf nachhaltigere Geschäftsmodelle zusätzlich belastet.