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Bayerische Genossenschaften bauen weniger günstige Wohnungen
Bayerischen Wohnungsgenossenschaften fällt der Bau günstiger Wohnungen zunehmend schwer. Nach Angaben des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen wurden seit 2021 nur noch acht neue Wohnungsgenossenschaften im Freistaat gegründet. Zwischen 2015 und 2021 waren es 36. Als Gründe nennt der Verband hohe Baukosten und knappes bezahlbares Bauland in den bayerischen Ballungsräumen.
Fertigstellungen gehen deutlich zurück
Die knapp 350 bayerischen Wohnungsgenossenschaften stellten im Jahr 2025 insgesamt 879 Wohnungen fertig. Das war mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr. Für 2026 erwartet der Verband auf Grundlage einer Unternehmensabfrage nur noch 449 fertiggestellte Wohnungen. Das entspräche einem weiteren Rückgang um knapp die Hälfte.
Mieten von über 18 Euro nötig
Nach Einschätzung des Verbandsdirektors Hans Maier wären zur Refinanzierung aktueller Baukosten häufig Mieten von mehr als 18 Euro je Quadratmeter erforderlich. Ein solches Mietniveau könnten und wollten Genossenschaften ihren Mitgliedern nicht anbieten. Damit geraten besonders jene Unternehmen unter Druck, die traditionell auf langfristig bezahlbares Wohnen ausgerichtet sind.
Verband fordert mehr Unterstützung
Der Verband verweist darauf, dass Genossenschaften in früheren Krisenzeiten einen wichtigen Beitrag zum Wohnungsbau geleistet haben. In vielen deutschen Großstädten bestehen bis heute zahlreiche Genossenschaftswohnungen aus den 1920er Jahren. Der VdW fordert von der bayerischen Staatsregierung mehr Unterstützung für neue Genossenschaften.
Sozial orientierte Wohnungswirtschaft
Im Verband bayerischer Wohnungsunternehmen sind rund 500 sozial orientierte Wohnungsunternehmen organisiert. Neben den Wohnungsgenossenschaften gehören dazu auch 110 kommunale Gesellschaften. Der Rückgang bei Neugründungen und Fertigstellungen zeigt nach Einschätzung des Verbands, dass das genossenschaftliche Modell unter den aktuellen Rahmenbedingungen an Grenzen stößt.