Bau-Ausbildung: 12,7 Prozent mehr neue Azubis
Im Ausbildungsjahr 2025 verzeichnet das Bauhauptgewerbe einen markanten Anstieg: 13.501 neue Ausbildungsverträge bedeuten ein Plus von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt absolvieren rund 38.955 Personen eine bauspezifische Lehre, was einem Wachstum von fünf Prozent entspricht. Besonders gefragt sind Zimmerer, Tiefbaufacharbeiter und Maurer. Nordrhein-Westfalen führt vor Bayern und Baden-Württemberg die Rangliste der ausbildungsstärksten Länder an.
Sonderrolle gegenüber dem Gesamtmarkt
Während der gesamtwirtschaftliche Ausbildungsmarkt einen Rückgang von 2,3 Prozent bei besetzten Stellen meldet, hält die Bauwirtschaft ihr Angebot stabil und gewinnt an Attraktivität. Die Branche sieht darin ein positives Signal für Betriebe in angespannter Marktlage und rechnet mit zusätzlicher Dynamik, sofern der Wohnungsbau anzieht.
Berufsbildungsverfahren entlastet Betriebe
Als zentraler Erfolgsfaktor gilt das tarifvertragliche Berufsbildungsverfahren, das 2026 seit 50 Jahren besteht. Es erstattet Ausbildungsvergütungen sowie Fahrt-, Unterkunfts- und Lehrgangskosten und stärkt damit vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Nach Angaben der Sozialkassen der Bauwirtschaft mussten Baubetriebe ihr Ausbildungsangebot dadurch nicht reduzieren.
Hoher Bedarf trotz steigender Zahlen
Trotz des Aufwärtstrends bleiben Stellen unbesetzt, insbesondere im Tiefbau, wo auf einen Bewerber nahezu drei offene Positionen kommen. Informationsangebote und Jobbörsen sollen das Matching verbessern. Die Branche wertet den Zuwachs als klares Stabilitätssignal und als Basis, den wachsenden Fachkräftebedarf besser zu decken.
Quelle: www.meistertipp.de