Arbeitszeiterfassung: Digitale Tools für Handwerksbetriebe im Überblick

Arbeitszeiterfassung: Digitale Tools für Handwerksbetriebe im Überblick Bild: stock.adobe.com

Arbeitszeiterfassung: Digitale Tools für Handwerksbetriebe im Überblick

  • Digitalisierung & Technik
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Seit einem Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) von 2022 müssen Arbeitgeber Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit inklusive Überstunden erfassen. Die geplante Anpassung des Arbeitszeitgesetzes steht noch aus. Das Bundesarbeitsministerium plant eine Pflicht zur elektronischen Erfassung mit Ausnahmen für Kleinbetriebe mit bis zu zehn Mitarbeitenden. Laut DHZ sollten Betriebe schon jetzt auf tragfähige und datenschutzkonforme Lösungen setzen.

Cloud-Tools funktionieren auch unterwegs

TimeTrack, Clockodo, Personizer, TimeTac, TimO und Quoska sind Cloud-Lösungen. Sie lassen sich am Computer und oft auch am Smartphone bedienen, etwa im Außendienst oder im Homeoffice. Viele bieten zusätzlich Projektzeiterfassung, Urlaubsverwaltung oder die Datenübergabe an andere Anwendungen. Alle vorgestellten Anbieter ermöglichen eine kostenfreie Testphase von zwei bis vier Wochen.

Einfache Lösungen gibt es ab 1,50 Euro pro Nutzer

Bei TimeTrack buchen sich Beschäftigte per NFC, Passwort oder PIN ein und aus. Die Basisversion kostet fünf Euro pro Nutzer und Monat. Clockodo richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und kostet in der Basisversion vier Euro pro Nutzer und Monat. Die Pro-Variante mit Projektzeiterfassung kostet anfangs acht Euro, nach einem Jahr zehn Euro. Personizer kostet für die reine Arbeitszeiterfassung 3,33 Euro pro Monat und Mitarbeiter, der Urlaubsplaner weitere 2,70 Euro. Crewmeister bietet die reine Zeiterfassung für 1,50 Euro je Nutzer und Monat an, das Pro-Paket mit Urlaubs- und Schichtplaner für 3,00 Euro.

Umfangreichere Pakete mit optionalen Terminals

TimeTac bietet unter anderem einen Kalender mit Planeinträgen sowie optionale Terminals für die Erfassung per RFID, NFC oder Fingerabdruck. Zur Basisgebühr von 19,50 Euro kommen je Nutzer 5,20 Euro für die Arbeitszeit-, neun Euro für die Projektzeit- und 3,40 Euro für die Urlaubsverwaltung. Auch TimO bietet ein optionales Terminal und detailliert anpassbare Auswertungen. Eine Einzellizenz kostet 19,99 Euro im Monat, ab fünf Mitarbeitern sind es 4,99 Euro je Nutzer.

Browserlösung und Einmalkauf als Alternativen

Quoska ist ein Open-Source-Programm, das ohne App oder Terminal im Browser läuft und sich an kleine Teams richtet. Für bis zu drei Personen ist es kostenlos. Bis zehn Mitarbeiter kostet es neun Euro, bis 50 Mitarbeiter 59 Euro und darüber 99 Euro monatlich. TiMaS von megzeit setzt auf einen Einmalkauf statt eines Abos. Für Betriebe mit zehn Mitarbeitern kostet die App-Lösung einmalig 479 Euro, ein Biometrie- oder RFID-Terminal 1.289 Euro.

Quelle: www.deutsche-handwerks-zeitung.de