70. BetonTage: Kongress in Ulm

70. BetonTage: Kongress in Ulm

70. BetonTage: Kongress in Ulm

  • Hochbau
  • 5 Min

Vom 10. bis 12. März 2026 finden die 70. BetonTage im Congress Centrum Ulm statt. Die Veranstaltung verbindet Fachprogramm, begleitende Ausstellung und Networking und gilt als Weiterbildungs- und Kommunikationsplattform der Beton- und Betonfertigteilindustrie. Vertreter aus Unternehmen, öffentlicher Hand, Wissenschaft und Forschung sowie Planende informieren sich über technische Entwicklungen und Zukunftstrends beim Bauen mit Betonbauteilen. Der Kongress stellt den Menschen als Maßstab des Bauens in den Fokus und fragt nach Lösungen für menschen- und klimagerechtes Bauen; das Motto lautet Märkte für Menschen.

Forum für Architektur und Design am letzten Kongresstag

Wichtige Impulse zum Einsatz von Beton in Architektur und Design liefert laut Text insbesondere der letzte Kongresstag. Prof. Dr. Lucio Blandini von Werner Sobek AG sowie dem Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren ILEK der Universität Stuttgart stellt zu Beginn Forschungsprojekte zur Leichtbauweise mit Beton vor, mit dem Ziel, mit weniger Emissionen und Material zu bauen. Anschließend präsentieren Architekturbüros aus dem In- und Ausland ausgewählte Projekte.

Projekte zwischen Bestand, Recycling und komplexer Geometrie

Zum Programm gehört das Bürgerzentrum MITTENIM in Niederwerrn, bei dem Schlicht Lamprecht Kern Architekten die Neue Mitte der Gemeinde entworfen haben und Recyclingbeton beim Neubau sowie beim Umbau von Bestandsgebäuden eine Rolle spielt. Beim Besucherzentrum der Bundesschule Bernau, einem Glas-Stahl-Beton-Holz-Pavillon von Steimle Architekten, steht eine zeitgenössische Interpretation der Bauhaus-Ästhetik im Mittelpunkt, verbunden mit der Dauerausstellung zur Geschichte des Schulkomplexes. Als weiteres Beispiel wird ein mehrgeschossiges Einfamilienhaus im Steingauquartier in Kirchheim unter Teck genannt, das mehr* architekten *brodbeck *rössler *van het hekke partnerschaft mbb in einer schmalen Baulücke realisiert hat und mit Betonkonstruktion, Raumnutzung und Dachgarten arbeitet.

Sanierung, Erweiterung und Großforschung

Das Archiv der Avantgarden in Dresden wird als Sanierung und Ausbau des Blockhauses durch Nieto Sobejano Arquitectos beschrieben, mit erhaltenem historischem Erscheinungsbild und einem modernen Betonkubus im Inneren. In Adorf wurde 2025 das Museum Mother-of-Pearl eröffnet, dessen Eingangsfassade als zweiachsig gekrümmte, materialminimierte Beton-Hyparschale ausgeführt ist und über die Außenhaut kontinuierlich Wasser fließt. International wird das Collège Rousseau in Genf vorgestellt, bei dem Burckhardt Architektur AG die Modernisierung und Erweiterung mit einer Aufstockung umsetzt; aus statischen Gründen wurde eine Holzkonstruktion gewählt, während die bestehende Fassade aus Betonfertigteilen im Obergeschoss fortgeführt wird. Den Abschluss bildet das Beschleunigungszentrum FAIR in Darmstadt, zu dem Kai Otto von der Arbeitsgemeinschaft ion42 Einblicke in Planung und Bau gibt; als Gestaltungsgrundsatz wird form follows beam genannt.

Angebot für Planende und Bauherren

Das Forum Die Zukunft des Bauens mit Beton richtet sich an Planende, Bauherren und weitere Interessierte an gestalterischen und nachhaltigen Potenzialen des Baustoffs. Angeboten wird es vom Veranstalter der BetonTage, der FBF Betondienst GmbH, gemeinsam mit dem InformationsZentrum Beton und der DBZ Deutsche Bauzeitschrift.