2026 planen mehr Haushalte Renovierungen und Modernisierungen
Trotz anhaltend hoher Bau- und Lebenshaltungskosten plant ein Teil privater Haushalte in Deutschland für 2026 größere Investitionen in die eigene Immobilie. Eine aktuelle Studie der Handwerkerplattform MyHammer beschreibt eine deutlich steigende Bereitschaft zu Renovierungen und Modernisierungen. Genannt werden substanzielle Maßnahmen wie Aus- und Umbauten, energetische Sanierungen oder die Modernisierung bestehender Wohnflächen; die Investition ins bestehende Zuhause wird als attraktiver beschrieben als ein Umzug, wodurch der Bestand stärker in den Fokus der Baukonjunktur rückt.
Zahlen zur Investitionsbereitschaft und regionale Unterschiede
Laut Studie fühlen sich 38 Prozent der Befragten 2026 sicherer dabei, Geld in die eigene Immobilie zu investieren als im Vorjahr. 36 Prozent geben an, lieber zu renovieren als den Wohnort zu wechseln. Bei den 18- bis 34-Jährigen planen 42 Prozent konkrete Renovierungs- oder Erweiterungsmaßnahmen, bei Haushalten über 55 Jahren liegt der Anteil bei 32 Prozent. Regional zeigt die Studie Unterschiede: In Nordrhein-Westfalen planen demnach rund 40 Prozent Renovierungen, in Niedersachsen 32 Prozent.
Chancen für Betriebe, Engpässe in der Umsetzung
Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe bewertet der Beitrag die Zahlen als grundsätzlich positive Nachricht und verweist auf neue Marktchancen. Gleichzeitig macht die Studie Kapazitätsprobleme sichtbar: 36 Prozent der Befragten berichten von Schwierigkeiten, einen passenden Betrieb zu finden. Elf Prozent mussten geplante Projekte vollständig absagen, weil keine Kapazitäten verfügbar waren. Wolfgang Häse, Renovierungsexperte bei MyHammer, verweist auf ein finanziell herausforderndes Jahr mit steigenden Lebenshaltungskosten, bewertet die Investitionsbereitschaft vieler Haushalte jedoch als ermutigend.
Frühzeitige Planung als Schlüssel
Mit Blick auf volle Auftragsbücher betont die Studie die Bedeutung frühzeitiger Planung. Häse empfiehlt Hausbesitzern, möglichst frühzeitig zu planen, um Wunschbetriebe zu buchen; insbesondere Bauunternehmen seien oft Monate im Voraus ausgebucht. Damit rückt die Frage der Umsetzungsgeschwindigkeit und Verfügbarkeit als entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg in den Vordergrund.
Quelle: www.meistertipp.de