Zeppelin richtet sich auf weiteres Wachstum aus

Zeppelin richtet sich auf weiteres Wachstum aus Bild: stock.adobe.com

Zeppelin richtet sich auf weiteres Wachstum aus

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Die Zeppelin Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Belastungen mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und einem Ergebnis vor Steuern von rund 135 Millionen Euro abgeschlossen. Damit präsentiert sich das Unternehmen finanziell stabil. Ein operativer Cashflow von mehr als 410 Millionen Euro, ein Eigenkapital von rund 1,3 Milliarden Euro sowie eine langfristig gesicherte und diversifizierte Finanzierung stützen diesen Kurs. Das Investment-Grade-Rating BBB+ mit stabilem Ausblick bestätigt die solide Aufstellung zusätzlich.

PEPP-Übernahme erweitert die Präsenz in Europa

Prägend für das Jahr war die Übernahme der PEPP Group B.V. Mit dem Zukauf übernahm Zeppelin den Vertrieb und Service von Caterpillar-Produkten in den Niederlanden und Norwegen. Die Akquisition, der bislang größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte, führte bei einer Teilkonsolidierung über sieben Monate zu spürbarem externem Wachstum und zu einer deutlich erweiterten Präsenz in Europa. Für 2026 rechnet das Unternehmen bei voller Konsolidierung mit einem Umsatz von rund fünf Milliarden Euro.

Neuorganisation soll Effizienz und Kundennähe stärken

Parallel zur Expansion hat Zeppelin die eigene Struktur neu geordnet. Die bislang fünf strategischen Geschäftseinheiten wurden zu vier Bereichen gebündelt: Construction Industry & Mining, Rental, Power Systems und Plant Engineering. Der neue Zuschnitt soll Verantwortlichkeiten klarer ordnen, die Kundenorientierung stärken und die Effizienz erhöhen. Damit verbindet der Konzern die internationale Expansion mit einer internen Neuaufstellung.

Geschäftseinheiten entwickeln sich unterschiedlich

Im operativen Geschäft zeigte sich 2025 ein differenziertes Bild. Construction Industry & Mining profitierte von der bauma 2025 und von der erweiterten internationalen Aufstellung. Rental behauptete sich in einem schwierigen Marktumfeld und setzte Schwerpunkte bei nachhaltigen Lösungen, Baulogistik und Digitalisierung. Power Systems entwickelte sich dynamisch, getragen von einer hohen Nachfrage nach Energie-, Antriebs- und Serviceleistungen. Plant Engineering nutzte das Jahr zur weiteren Fokussierung und Effizienzsteigerung.

Wachstumskurs soll 2026 fortgesetzt werden

Für die kommenden Jahre setzt Zeppelin auf ein Portfolio, das an mehreren Megatrends ausgerichtet ist. Dazu zählen unter anderem Infrastruktur, resiliente Energieversorgung sowie der Ausbau von Aktivitäten in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung. Zugleich arbeitet der Konzern an harmonisierten Prozessen, Daten und Systemen, um die eigene Transformation voranzutreiben. Für 2026 stehen vor allem die Nutzung von Synergien, die vollständige Integration der PEPP Group und profitables Wachstum im Mittelpunkt.