Studentisches Wohnen gewinnt bei Investoren an Bedeutung

Studentisches Wohnen gewinnt bei Investoren an Bedeutung Bild: stock.adobe.com

Studentisches Wohnen gewinnt bei Investoren an Bedeutung

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Der deutsche Markt für privates Studentenwohnen entwickelt sich weiter. Nach Angaben von JLL erreichte das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2026 rund 200 Millionen Euro und lag damit auf Vorjahresniveau. Zusätzlich befinden sich weitere Asset-Deals und Portfoliotransaktionen in fortgeschrittenen Verhandlungen.

Internationale Studierende treiben Nachfrage

Ein wichtiger Wachstumstreiber ist die steigende Zahl internationaler Studierender. Im Wintersemester 2025/2026 studierten 2,88 Millionen Menschen in Deutschland, darunter 469.500 internationale Studierende. Ihr Anteil lag damit bei 16,3 Prozent. Besonders diese Zielgruppe fragt häufig sofort verfügbare, möblierte Wohnangebote mit All-inclusive-Mietmodellen und Ansprechpartnern vor Ort nach.

Mieten über WG-Niveau

In den sieben Metropolen liegt die durchschnittliche Monatsmiete für PBSA-Objekte laut JLL derzeit bei 988 Euro. Gegenüber WG-Zimmern erzielen diese Angebote einen Aufschlag von 200 bis 400 Euro. Dafür bieten sie zusätzliche Leistungen wie Gemeinschaftsflächen, Fitnessbereiche, Media Rooms oder Betreuung vor Ort.

Pipeline wächst wieder

Nach mehreren Jahren mit geringerem Bestandswachstum nimmt die Projektpipeline wieder an Bedeutung zu. Zwischen 2019 und 2022 lag das jährliche Bestandswachstum noch bei durchschnittlich 12,5 Prozent, bis Ende 2025 sank es auf 3,8 Prozent. In den sieben Immobilienhochburgen dominiert PBSA inzwischen jedoch die Entwicklungspipeline. Besonders stark ist sie in Berlin, München und Düsseldorf.

Effizienz wird wichtiger

Nach Jahren kräftigen Mietwachstums verschiebt sich der Fokus stärker auf operative Effizienz. In den sieben Metropolen stiegen die Mieten zuletzt um 2,9 Prozent. Künftig könnten Smart-Building-Technologien und KI-gestützte Steuerungen helfen, Betriebskosten zu senken und die Wirtschaftlichkeit der Objekte zu verbessern.

Portfolios rücken in den Fokus

Der Investmentmarkt entwickelt sich zunehmend von einzelnen Forward-Deals hin zu Portfoliotransaktionen. Die Anfangsrenditen für hochwertige PBSA-Objekte in guten Lagen liegen laut JLL bei 4,1 bis 4,4 Prozent. Für Investoren bieten neben Berlin, München und Hamburg auch Köln sowie ausgewählte B-Städte wie Münster, Mainz oder Darmstadt Potenzial.