Rückgang Photovoltaik: Energiewende und Bauprojekte in Gefahr
Nach massiven Einbußen 2024 setzt sich der Abwärtstrend bei Photovoltaik-Installationen 2025 fort. Besonders betroffen ist das Segment der Einfamilienhäuser, wo rund 28 Prozent weniger Anlagen errichtet wurden. Branchenvertreter warnen, ein zentrales Element der Energiewende gerate ins Stocken und gefährde Ausbaupfade sowie Projekte in Bau- und Elektrogewerken.
Marktdaten zeigen deutliche Einbrüche
Im e-handwerklichen Bereich sank 2024 die Zahl installierter Anlagen um 27,3 Prozent auf rund 400.000, die Leistung fiel von 7,09 auf 5,84 Gigawatt. Laut Marktstammdatenregister ging zugleich die Zahl neuer Dach- und Fassadenanlagen deutschlandweit um 16 Prozent zurück. Eine aktuelle Auswertung des BSW bestätigt für 2025 eine fortgesetzte Abwärtsbewegung.
Politische Signale verunsichern den Markt
Der ZVEH kritisiert, die Relativierung der Energiewende beschädige den Markt und widerspreche dem Ziel, private Haushalte stärker in die Eigenversorgung einzubinden. Zusätzliche Eingriffe wie ein Stopp der Einspeisevergütung für kleine Anlagen oder weitere Regulierungen würden nach Einschätzung des Verbands die Nachfrage zusätzlich dämpfen – mit Folgen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Gefahr für Fachkräfte und Kapazitäten
Die Branche verweist auf 2012, als politische Eingriffe einen abrupten Markteinbruch auslösten. Halten die Rückgänge an, könnten Installationsbetriebe in andere Geschäftsfelder wechseln; im Wiederanlauf fehlten dann qualifizierte Kräfte. Für Bauunternehmen, die PV zunehmend in Projekte integrieren, drohen Engpässe bei der Umsetzung.
Appell an verlässliche Rahmenbedingungen
Entscheidend sei aus Sicht der Verbände, stabile und planbare Politik zu setzen, um Investitionen auszulösen und den PV-Hochlauf zu sichern. Ohne klare Signale drohten stockende Bauprojekte, ausbleibende Investitionen und Verzögerungen bei der Energiewende.
Quelle: www.meistertipp.de