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KI und BIM kommen am Bau nur langsam voran
Die deutsche Bauwirtschaft nutzt Künstliche Intelligenz und Building Information Modeling bislang nur in begrenztem Umfang. Der KI und BIM Report 2026 des Bausoftware-Startups BauGPT zeigt, dass lediglich vier Prozent der Baubetriebe KI einsetzen. Auch BIM ist noch nicht flächendeckend im Arbeitsalltag angekommen.
Interesse ist vorhanden
Grundsätzlich sehen viele Handwerksbetriebe in der Digitalisierung eine Chance. Dennoch bewerten sie ihren eigenen Digitalisierungsgrad nur durchschnittlich. Während digitale Angebote oder elektronische Rechnungen bereits häufiger genutzt werden, bleiben neuere Technologien wie KI und BIM in vielen Betrieben außen vor.
KI bleibt Ausnahme
Nur vier Prozent der untersuchten Baubetriebe nutzen bereits Künstliche Intelligenz, weitere neun Prozent planen einen zeitnahen Einsatz. Branchenübergreifend liegt die Nutzung deutlich höher. Dabei gibt es am Bau konkrete Anwendungsfelder, etwa bei der Erstellung von 3D-Modellen aus Plänen, der Baustellenüberwachung, Qualitätsprüfung, Sicherheitskontrolle oder Projektdokumentation.
BIM bietet Effizienzpotenzial
Auch Building Information Modeling wird bislang nur von einem Teil der Unternehmen durchgängig eingesetzt. Digitale Gebäudemodelle können Mengen- und Kostenermittlungen, Kollisionsprüfungen, Terminplanung und die Koordination verschiedener Gewerke unterstützen. Laut BIM-Monitor liegen die Fehlerkosten bei BIM-Projekten deutlich niedriger als bei Projekten ohne entsprechenden BIM-Einsatz.
Marktzugang wird wichtiger
BIM entwickelt sich zunehmend von einem freiwilligen Werkzeug zu einer Voraussetzung für bestimmte öffentliche Bauaufträge. Bei Verkehrsinfrastrukturprojekten des Bundes ist BIM bereits verbindlich, bei Bundesbauten werden Anforderungen schrittweise ausgeweitet. Digitale Kompetenz wird damit auch für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe zu einem Faktor im Wettbewerb.
Fachkräftemangel erhöht den Druck
Der Digitalisierungsdruck wächst zusätzlich durch den Fachkräftemangel. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. KI und digitale Prozesse können fehlende Fachkräfte nicht ersetzen, aber Beschäftigte durch effizientere Planung, weniger Nacharbeit und automatisierte Dokumentation entlasten.
Hemmnisse liegen im Betrieb
Als zentrale Hürden nennt der Report IT-Sicherheit, Datenschutz, Investitionskosten und fehlende Digitalkompetenz. Empfohlen wird ein schrittweiser Einstieg mit konkreten Anwendungen, etwa bei Ausschreibungsanalysen, LV-Prüfungen, Baustellendokumentation oder Korrespondenz. Entscheidend wird sein, digitale Werkzeuge in produktive Arbeitsprozesse zu überführen.
Quelle: www.meistertipp.de