KI könnte Planungsaufwand im Infrastrukturbau deutlich senken

KI könnte Planungsaufwand im Infrastrukturbau deutlich senken Bild: stock.adobe.com

KI könnte Planungsaufwand im Infrastrukturbau deutlich senken

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Der 2b AHEAD ThinkTank hat gemeinsam mit dem Infrastruktur-Beratungsunternehmen VIA IMC untersucht, wie sich der Infrastrukturbau bis 2030 verändern könnte. Grundlage der Delphi-Studie waren 34 Tiefeninterviews mit 38 Experten. Im Fokus standen unter anderem Robotik, Künstliche Intelligenz, Bausoftware, Augmented Reality, neue Geschäftsmodelle, Nachhaltigkeit und die künftige Arbeitswelt.

Die größten Gewinne liegen in der Planung

Die größten kurzfristigen Produktivitätsgewinne erwartet das Expertenpanel nicht auf der Baustelle, sondern in der Planung. Dort könnte der Aufwand innerhalb von fünf Jahren durchschnittlich um 35 Prozent sinken. Einen wesentlichen Beitrag soll generatives Design leisten: Systeme erzeugen anhand vorgegebener Parameter automatisch Entwürfe und simulieren Varianten. Auch Koordination, Kalkulation, Dokumentenprüfung und Terminplanung sollen zunehmend durch KI unterstützt oder automatisiert werden.

Ohne strukturierte Daten bleibt der Effekt aus

Laut Studie braucht es dafür strukturierte und qualitativ hochwertige Bauablauf-, Planungs- und Umweltdaten. Die Aufbereitung eigener Unternehmensdaten gilt deshalb als wichtige Voraussetzung für die weitere Digitalisierung. Standardisierte KI dürfte breit verfügbar werden, unternehmensspezifische Daten könnten dagegen zum Wettbewerbsvorteil werden.

Ein Maschinenführer überwacht mehrere Maschinen

Auf der Baustelle zeichnet sich eine schrittweise Automatisierung ab. Als realistisches Szenario bis 2030 gilt, dass ein Maschinenführer eine zentrale Baumaschine bedient und zugleich mehrere weitgehend autonome Transport- oder Verdichtungsmaschinen überwacht. Menschenleere Baustellen erwarten die Befragten auf absehbare Zeit nicht. Auch humanoide Bauroboter dürften zunächst keine größere Rolle spielen. Damit Automatisierung Produktivität bringt, müssten komplette Bauprozesse neu organisiert werden.

KI-Agenten könnten ganze Prozesse übernehmen

Die Studie erwartet, dass KI-Agenten schon vor 2030 verlässlich genug sein könnten, um vollständige Prozesse zu übernehmen. Perspektivisch könnten sie etwa Verträge prüfen, Informationen bereitstellen, Projekte managen und Bauabläufe optimieren.

Quelle: www.meistertipp.de