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Baugewerbe warnt vor Förderlücke im Wohnungsbau bis Sommer 2027
Im Juli stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe laut Statistischem Bundesamt real um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Auftragseingang sank dagegen preisbereinigt um 1,9 Prozent. Das Umsatzplus kommt laut Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) vor allem aus dem Tiefbau und geht auf Aufträge aus den Vormonaten zurück. Im Wohnungsbau gingen die Aufträge im Juli um nominal 3,6 Prozent zurück.
Zum Jahreswechsel droht eine Förderlücke
ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa verweist darauf, dass die Sonderförderung für EH-55-Neubauten spätestens Ende 2026 ausläuft. Für 2027 stünden Kürzungen beim Neubau-Etat im Raum, und die künftige Förderung sei weiter offen. Eine Förderlücke bis Sommer 2027 sei nicht mehr auszuschließen.
Der ZDB fordert eine Übergangsregelung
Der Verband fordert eine Übergangsregelung bis zum Start der neuen Förderung, damit Bauherren verlässlich planen können. Sonst blieben die positiven Signale der vergangenen Monate laut Pakleppa nur ein Strohfeuer.
Genehmigte Projekte könnten schnell starten
Im Juli lag die Zahl der genehmigten Wohnungen laut ZDB um 1,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Hinzu kommen rund 453.000 Wohnungen, die Ende 2025 genehmigt, aber noch nicht begonnen waren. Nach Einschätzung des Verbands ließen sie sich mit befristeten Sonderkonditionen schnell mobilisieren. Als Beispiele nennt er einen Zinsvorteil oder einen Zuschuss bei Baustart innerhalb einer festen Frist.