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Hightech-Rasen wird zum Faktor im Profifußball
Die Pflege von Sportrasen in modernen Fußballstadien wird technisch anspruchsvoller. Große Dachkonstruktionen und geschlossene Stadionarchitektur verringern häufig den natürlichen Lichteinfall. Zugleich lassen enge Spielpläne wenig Zeit für die Regeneration stark beanspruchter Flächen. Nach Angaben von ams OSRAM steigen außerdem die Anforderungen an Nachhaltigkeit, betriebliche Effizienz und Spielersicherheit.
LED-Licht unterstützt das Wachstum
Greenkeeper setzen zunehmend mobile Systeme mit speziellen LEDs ein, die auch im professionellen Pflanzenbau genutzt werden. Horticulture-LEDs liefern ein Lichtspektrum, das Pflanzen für die Photosynthese benötigen. Sie können gezielt auf belastete Bereiche wie Torräume oder Laufwege ausgerichtet werden. Dadurch soll die Regeneration beschädigter Rasenabschnitte beschleunigt und ein gleichmäßigeres Wachstum vor dem nächsten Spiel unterstützt werden.
Geringerer Energie- und Wasserbedarf
Im Vergleich zu Hochdruck-Natrium- und Metallhalogenid-Systemen verbrauchen LED-Lösungen nach Angaben des Unternehmens weniger Energie und erzeugen weniger Strahlungswärme. Das kann die Wasserverdunstung reduzieren, den Bewässerungsbedarf senken und stabilere Wachstumsbedingungen schaffen. Erste große Stadien ersetzten 2022 ältere Beleuchtungstechnologien durch energieeffizientere LED-Systeme zur Rasenpflege.
Lichtbasierte Verfahren gegen Rasenkrankheiten
Lichttechnologien werden auch zur Behandlung von Unkraut, Pilzen und anderen Erregern von Rasenkrankheiten eingesetzt. UV-C-LED-Systeme dienen vor allem der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. Blaulicht-Lasersysteme zielen auf die Unterdrückung von Unkraut. Die Verfahren gelten als nicht-chemische Ansätze für ein nachhaltigeres Rasenmanagement und können punktgenau eingesetzt werden.
Sensorik und Automatisierung in der Pflege
Autonome Mähsysteme für große Flächen nutzen inzwischen hochauflösende Direct-Time-of-Flight-Sensoren. Diese ermöglichen präzise Navigation, Hinderniserkennung und Echtzeitoptimierung von Mährouten. Eine autonome Einheit kann nach Angaben des Ausgangstextes innerhalb von 48 Stunden eine Fläche von 12.000 bis 24.000 Quadratmetern pflegen. Flottenmanagementsysteme koordinieren mehrere Maschinen auf größeren Anlagen und Trainingsgeländen.
Rasenpflege wird datengestützt
Neben der Arbeitsoptimierung liefern automatisierte Systeme Betriebsdaten zur Rasenpflege. Greenkeeping-Teams können Mähdaten, Informationen zur Rasengesundheit und Umgebungsmessungen in digitale Wartungsplattformen einbinden. Der Stadionrasen entwickelt sich damit zu einem technisch gesteuerten biologischen System, in dem Beleuchtung, Sensorik und Automatisierung eine zentrale Rolle spielen.