Bild: stock.adobe.com
EH55 Plus: 50.000 Wohnungen gefördert, Mittel fast ausgeschöpft
Seit dem Start der wieder eingeführten EH55-Förderung im Dezember 2025 wurden 50.000 Wohneinheiten gefördert. Die Förderstufe EH55 Plus soll vor allem genehmigte, aber noch nicht begonnene Projekte aus dem Bauüberhang aktivieren. Voraussetzung ist eine gültige Baugenehmigung, mit dem Bau darf noch nicht begonnen worden sein. Gefördert werden Neubau und Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Private und gewerbliche Investoren erhalten zinsverbilligte KfW-Kredite, Kommunen Zuschüsse.
Gas und Öl sind ausgeschlossen
Neben dem Effizienzhausstandard setzt EH55 Plus eine Wärmeerzeugung vollständig aus erneuerbaren Energien voraus. Möglich sind beispielsweise Wärmepumpen, Fernwärme, Solarwärme oder Biomasse.
Ministerin und KfW sehen ein deutliches Signal
Bundesbauministerin Verena Hubertz wertet die 50.000 geförderten Wohnungen innerhalb weniger Monate als deutliches Signal. Dahinter stünden Projekte, die längst genehmigt waren, aber nicht umgesetzt wurden. Die Ministerin appelliert an Bauherren mit genehmigten Projekten, jetzt schnell zu handeln. Laut Melanie Kehr, Vorstandsmitglied der KfW, gibt die Förderung den richtigen Investitionsimpuls und beschleunigt den Abbau des Bauüberhangs.
Von 800 Millionen Euro sind noch 69 Millionen übrig
Von ursprünglich rund 800 Millionen Euro stehen nur noch etwa 69 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung läuft, solange Bundesmittel für die Zinsverbilligung vorhanden sind, spätestens bis zum Jahresende. Eine Aufstockung ist laut Bundesbauministerium nicht vorgesehen. Für Bauunternehmen dürfte vor allem entscheidend sein, wie lange der Förderimpuls noch anhält.
Bessere Konditionen für Wohneigentum
Parallel verbessert der Bund die Konditionen im Programm “Wohneigentum für Familien”. Bei 35 Jahren Laufzeit und zehnjähriger Zinsbindung liegt der Effektivzins nun bei einem Prozent. Bei zehn Jahren Laufzeit und gleicher Zinsbindung sinkt er auf 0,01 Prozent.
Quelle: www.meistertipp.de