DWA fordert Schwammstadt als Standard

DWA fordert Schwammstadt als Standard

DWA fordert Schwammstadt als Standard

  • Politik
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Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) fordert, die wasserbewusste Stadtentwicklung im Zuge der anstehenden Novellierung des Baugesetzbuches als Standard der Bauleitplanung festzuschreiben. Ziel sei eine klimaresiliente, zukunftssichere und lebenswerte Stadtentwicklung; die blau-grüne Infrastruktur müsse integraler Bestandteil der baulichen Entwicklung werden.

Kommunen brauchen Planungsgrundlagen und finanzielle Sicherheit

Nach Darstellung des Beitrags tragen Kommunen die Hauptverantwortung für Klimaanpassung. Um den Aus- und Umbau zu nachhaltigen und lebenswerten Städten effizient gestalten zu können, benötigten Städte und Gemeinden belastbare Planungsgrundlagen, administrative Klarheit und langfristige finanzielle Sicherheit. Investitionen, die heute getätigt werden, würden das urbane Umfeld für Jahrzehnte prägen; als Ziel wird eine generationsgerechte Siedlungsentwicklung genannt, ausgerichtet an Leitlinien klimaresilienter Entwicklung.

Statements bei der Veranstaltung

DWA-Vorständin Dr. Lisa Irwin-Broß bezeichnet die wasserbewusste Stadtentwicklung als zentralen Baustein moderner Stadt- und Quartiersplanung. Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), betont, Städte und Gemeinden könnten trotz Klimawandel lebenswert und klimaresilient bleiben, wenn der Weg gemeinsam weitergegangen werde und Wasser als Schlüssel verstanden werde.

Allianz und Netzwerk zur wasserbewussten Stadtentwicklung

Die DWA verweist auf die Allianz Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung als interdisziplinäres Netzwerk. Genannt werden 24 Organisationen und Institute, die von der Bundesarchitektenkammer über Stadtplaner und Landschaftsarchitekten bis zur Wasserwirtschaft zusammenarbeiten. Ziel sei, den Umbau der Städte für bessere Starkregenvorsorge, langfristige Versorgungssicherheit und mehr Lebensqualität flächendeckend voranzutreiben.

Best-Practice-Projekte und Dialog mit Bundesministerien

Der Beitrag beschreibt, dass bundesweit zahlreiche Städte und Gemeinden Schwammstadtprojekte angeschoben und umgesetzt haben. Diese Projekte würden als Anpassung an den Klimawandel funktionieren, die Lebensqualität in Quartieren erhöhen und als positiver Standortfaktor wirken; sie würden von Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Mit solchen Beispielen solle bei Politik, kommunalen Entscheidungsträgern und vor Ort geworben werden. Als Grundlage wird der Dialog benannt; DWA und DBU hätten mit der Veranstaltung den Austausch mit den Bundesministerien für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), der Bundesarchitektenkammer und weiteren Beteiligten intensiviert.