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Düsseldorf will Wohnungsbau mit Bau-Turbo beschleunigen
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Bau-Turbos gefasst. Grundlage ist das seit 30. Oktober 2025 geltende Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus. Seitdem können Städte Wohnungsbauprojekte umfangreicher genehmigen, ohne zunächst ein langwieriges Bebauungsplanverfahren durchzuführen. In Düsseldorf laufen bereits erste Verfahren, unter anderem an der Hansaallee und am Kennedydamm.
Klare Bedingungen für Bauherren
Von den verkürzten Verfahren sollen nur Vorhaben profitieren, die konkret und zeitnah umgesetzt werden. Die Stadt knüpft dies an klare Vorgaben zur städtebaulichen Qualität, zur sozialen Mischung und zur Förderfähigkeit. Auch das Düsseldorfer Baulandmodell bleibt anwendbar, sodass ein Teil der neuen Wohnungen gefördert und bezahlbar sein muss.
Verträge sollen Spekulation verhindern
Wer den Bau-Turbo nutzt, muss mit der Stadt einen städtebaulichen Vertrag abschließen. Dieser verpflichtet unter anderem zur Beteiligung an Folgekosten für soziale Infrastruktur und zur Realisierung innerhalb von 48 Monaten nach Genehmigung. Nach Darstellung der Stadt eignet sich das Verfahren vor allem für Umnutzungen, Nachverdichtungen und Neubauten auf untergenutzten Flächen.