DFZ-Bau: Neues Forschungszentrum testet Baurobotik und KI im Bestand

DFZ-Bau: Neues Forschungszentrum testet Baurobotik und KI im Bestand Bild: stock.adobe.com

DFZ-Bau: Neues Forschungszentrum testet Baurobotik und KI im Bestand

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Mit dem Deutschen Forschungszentrum für zukunftsfähiges Bauen (DFZ-Bau) entsteht eine neue Forschungsstruktur. Das Zentrum ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundes und der Länder Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis. Ziel ist es, bislang verteilte Aktivitäten der Bauforschung zu bündeln und Ergebnisse schneller in die Baupraxis zu bringen. Neue Materialien, Verfahren und Technologien sollen direkt am Gebäude erprobt werden. Die Gründung ist noch für 2026 vorgesehen, die Forschungscluster sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 starten.

Erste Projekte starten vor der Gründung

Bereits vor der formalen Gründung fördern Bund und Länder drei Initialprojekte. Sie befassen sich mit Baurobotik, Künstlicher Intelligenz, digitalen Gebäudezwillingen und neuen Sanierungsmethoden. Laut Bundesbauministerin Verena Hubertz muss schneller, günstiger und klimafreundlicher gebaut werden. Gute Ideen dürften nicht in der Schublade liegen bleiben, sondern müssten auf der Baustelle ankommen.

Experimentalplattformen in Stuttgart und Karlsruhe

Die Universität Stuttgart richtet in Stuttgart und Karlsruhe Experimentalplattformen in bestehenden Gebäuden ein. Unternehmen, Wissenschaft und öffentliche Partner sollen dort untersuchen, wie sich Baurobotik, KI, digitale Gebäudezwillinge, nachhaltige Baustoffe und erneuerbare Energiesysteme für neue Sanierungskonzepte nutzen lassen.

Bestandsgebäude sollen schonend saniert werden

Die TU Dresden untersucht, wie Bestandsgebäude möglichst ressourcenschonend und mit geringen Eingriffen saniert und umgebaut werden können. Im Mittelpunkt stehen kommunale Gebäude und Reallabore.

Ein digitaler Zwilling für Plattenbauten

Die Bauhaus-Universität Weimar entwickelt mit Partnern im Projekt "BIM-Condition" einen digitalen Sanierungszwilling für Plattenbauten. Er führt Informationen über Geometrie, Konstruktion und Gebäudezustand zusammen. Auf dieser Basis soll sich früher und verlässlicher entscheiden lassen, ob Sanierung, Umbau oder Rückbau sinnvoll ist.

Quelle: www.meistertipp.de

  • Cordula Kiefer