BVMB verlangt neue Regeln für Preisanpassungen im Bau

BVMB verlangt neue Regeln für Preisanpassungen im Bau Bild: stock.adobe.com

BVMB verlangt neue Regeln für Preisanpassungen im Bau

  • Dienstleistungen
  • 3 Min

Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen drängt auf eine Reform der Preisanpassungsmechanismen bei Bauverträgen. Hintergrund sind stark steigende Baustoffpreise, die vor allem den mittelständisch geprägten Straßenbau belasten. Auslöser sind nach Darstellung des Verbands die Marktverwerfungen infolge des Iran-Krieges. So habe sich der Preis für Bitumen seit Beginn des Konflikts teilweise verdoppelt. Da viele Bauunternehmen an Festpreise gebunden seien, gerieten auch wirtschaftlich gesunde Betriebe zunehmend unter Druck.

Bisherige Regelungen gelten als unzureichend

Bei einer Tagung des Arbeitskreises Straße/Brücke bei Frankfurt bestand unter Vertretern aus Bauwirtschaft und öffentlicher Hand Einigkeit darüber, dass die bestehenden Regelungen nicht mehr ausreichen. Die BVMB verweist darauf, dass starke Preisschwankungen inzwischen deutlich häufiger auftreten. Vergleichbare Belastungen habe es bereits während der Corona-Pandemie und nach Beginn des Ukraine-Krieges gegeben. Damit verschärft sich für Bauunternehmen das Risiko, Kostensteigerungen während laufender Verträge nicht auffangen zu können.

Verband fordert dauerhafte Preisgleitung

Die BVMB spricht sich deshalb für eine dauerhafte und vereinfachte Preisgleitung als festen Bestandteil von Bauverträgen aus. Diese soll nicht nur Baustoffe, sondern auch Lohn- und Gerätekosten einbeziehen. Ziel ist eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage und eine fairere Verteilung der Risiken zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern. In einem Schreiben an Bundesbauministerin Verena Hubertz hat der Verband diese Forderung bekräftigt.