Autarke Regenwassernutzung für Freiflächen

Autarke Regenwassernutzung für Freiflächen Bild: stock.adobe.com

Autarke Regenwassernutzung für Freiflächen

  • Garten- & Landschaftsbau
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Der Pluvara-Regensammler ist als System zur autarken Regenwassernutzung konzipiert. Nach Angaben des Unternehmens kann Regenwasser damit unabhängig von bestehender Infrastruktur direkt vor Ort gesammelt und gespeichert werden. Das System richtet sich insbesondere an Anwendungen im Garten- und Landschaftsbereich, wo bislang keine Wasserversorgung vorhanden ist. Ziel ist eine einfache und dezentrale Versorgung von Freiflächen mit Wasser.

Modularer Aufbau mit IBC-Containern

Der Regensammler wird auf handelsübliche IBC-Container montiert und dient dort als Auffangtrichter. Die Sammelfläche beträgt 3,15 Quadratmeter. Das aufgefangene Regenwasser wird in den Container geleitet, der bis zu 1.000 Liter speichern kann. Durch die Verbindung mehrerer Einheiten lässt sich die Speicherkapazität erweitern.

Erträge abhängig von Niederschlag

Bei einer durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge von 700 bis 800 Millimetern lassen sich laut Unternehmen mit einer Sammelfläche von 3,15 Quadratmetern rund 2.000 Liter Regenwasser pro Jahr gewinnen. Auch bei Starkregen kann das System größere Mengen aufnehmen. Bei etwa 30 Litern Niederschlag pro Quadratmeter und Stunde können auf der Sammelfläche eines Trichters rund 100 Liter Wasser pro Stunde erfasst werden.

Einsatz im Garten- und Landschaftsbereich

Für Gärten und Freiflächen gewinnt Regenwassernutzung angesichts von Hitzeperioden, längeren Trockenphasen und steigenden Trinkwasserkosten an Bedeutung. Das gespeicherte Wasser kann unter anderem für Grünflächen, neue Pflanzungen, Obstbäume, Hecken oder Urban-Gardening-Projekte genutzt werden. Besonders bei jungen Bäumen soll die Versorgung direkt am Standort erfolgen können, ohne lange Schlauchleitungen oder Tankfahrzeuge.

Wasserrückhalt und Bewässerung kombiniert

Neben der Bewässerung zielt das System auch auf den Umgang mit Starkregen. Regenwasser soll nicht ungenutzt versickern oder abfließen, sondern gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Damit verbindet der Regensammler Wasserrückhalt bei Starkregen mit einer dezentralen Versorgung in Trockenzeiten. Als Zielgruppen nennt das Unternehmen Garten- und Landschaftsbaubetriebe, Kommunen und private Anwender.