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TÜV-Report sieht deutliche Mängel bei sicherheitsrelevanter Gebäudetechnik
Der TÜV-Baurechtsreport 2026 beschreibt eine Verschlechterung der technischen Gebäudesicherheit in Deutschland. Nach Angaben der TÜV-Prüforganisationen wiesen 35,9 Prozent der wiederkehrend geprüften sicherheitsrelevanten Anlagen wesentliche Mängel auf. Weitere 37,2 Prozent hatten geringfügige Mängel. Nur 26,9 Prozent der Anlagen blieben ohne Beanstandung. Betroffen sind insbesondere Gebäude mit hohen Sicherheitsanforderungen wie Krankenhäuser, Schulen, Hochhäuser und Veranstaltungsstätten.
Lüftungsanlagen und Feuerlöschsysteme besonders betroffen
Am häufigsten beanstandet wurden Lüftungsanlagen. Bei 44,2 Prozent der geprüften Anlagen stellten die Sachverständigen erhebliche Mängel fest. Auch Feuerlöschanlagen entwickelten sich negativ. Hier lag der Anteil wesentlicher Mängel bei 40,6 Prozent. Der TÜV-Verband wertet die steigenden Mängelquoten in nahezu allen Anlagentypen als Warnsignal für technische Gebäudesicherheit und Brandschutz.
Notstrom und Sicherheitsbeleuchtung unter Druck
Auch Sicherheitsstromversorgungen und Sicherheitsbeleuchtungen zeigen hohe Beanstandungsquoten. Bei Notstromanlagen stieg der Anteil wesentlicher Mängel auf 35,2 Prozent. Zugleich war nicht einmal jede fünfte Anlage mängelfrei. Sicherheitsbeleuchtungsanlagen erreichten bei wesentlichen Beanstandungen eine Quote von 35 Prozent. Der TÜV-Verband verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung verlässlicher Notstromversorgung für Kliniken, Pflegeheime, Schulen, Notunterkünfte und Einkaufszentren.
Ursachen liegen auch in Planung und Betrieb
Als Ursachen nennt der Ausgangstext die steigende technische Komplexität moderner Gebäude, wirtschaftlichen Druck bei Wartung und Instandhaltung, Fachkräftemangel sowie fehlende Spezialkenntnisse im Betrieb komplexer Sicherheitssysteme. Auffällig ist zudem der Anstieg wesentlicher Mängel bei Erstprüfungen vor der Inbetriebnahme. Im Jahr 2025 lag dieser Anteil bei 26,3 Prozent und damit deutlich über dem Niveau der vergangenen Jahre.
TÜV-Verband fordert einheitliche Standards
Der TÜV-Verband fordert bundesweit einheitliche Standards für Prüfung, Wartung und Dokumentation. Außerdem verlangt er eine konsequente Beseitigung festgestellter Mängel und stärkere Investitionen in die Krisenfestigkeit von Gebäuden. Der Report macht deutlich, dass Gebäudesicherheit bereits in Planung und Ausführung angelegt werden muss und sich über Inbetriebnahme und laufenden Betrieb fortsetzt.
Quelle: www.meistertipp.de