Siegerentwurf für Hamburgs Hafenkante steht fest

Siegerentwurf für Hamburgs Hafenkante steht fest Bild: stock.adobe.com

Siegerentwurf für Hamburgs Hafenkante steht fest

  • Hochbau
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Für die Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante ist eine Entscheidung gefallen. Ein Gremium aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft wählte den Entwurf des Hamburger Büros Rabe Landschaften in Kooperation mit White Arkitekter aus. Vorgesehen ist, das Elbufer zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken zu einem öffentlichen Freiraum umzugestalten. Der ausgewählte Plan greift die Wunschproduktion des Park Fiction Komitees auf und soll den Lückenschluss der Landschaftsachse Elbe schaffen.

Mehr Grün, Sportflächen und Nähe zum Wasser

Das Konzept setzt auf eine stärkere Begrünung und eine engere Verbindung zum Wasser. Zahlreiche neue Bäume sollen künftig Schatten spenden und die Aufenthaltsqualität am Elbufer erhöhen. Für Kinder und Jugendliche sind unter anderem Skate-Elemente, ein Basketballplatz sowie offene Flächen für Fußball und Bewegung vorgesehen. Zugleich integriert der Entwurf den notwendigen Hochwasserschutz gestalterisch. Auch traditionsreiche Großveranstaltungen wie der Fischmarkt oder der Hafengeburtstag sollen weiterhin auf der Fläche stattfinden können. Nach Darstellung der Beteiligten übersetzt der Entwurf die im Quartier gesammelten Wünsche nach Sport, Bewegung, Begegnung und Ökologie in einen öffentlichen Raum, der zugleich die Rauheit des Uferstreifens bewahren soll. Zudem soll ein Konzept für einen Teegarten als gastlicher und unkommerzieller Anlaufpunkt erarbeitet werden.

Planung geht in die nächste Phase

Der ausgewählte Entwurf bildet nun die gestalterische Grundlage für das weitere Verfahren. In der nun beginnenden Planungsphase soll das Konzept abschließend ausgearbeitet werden. Dabei steht insbesondere die Prüfung und Anpassung im Hinblick auf den Hochwasserschutz im Mittelpunkt, um die Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Beteiligungsprozess lief über mehrere Jahre

Die Neugestaltung ist Teil eines mehrjährigen Beteiligungsprozesses. Dem im September 2025 gestarteten Werkstattverfahren gingen laut Projektbeschreibung zwei Jahre intensiver Zusammenarbeit voraus. Seit 2023 hatten das Park Fiction Komitee, die Bezirke Hamburg-Mitte und Altona, die Umweltbehörde BUKEA sowie weitere Behörden gemeinsam mit dem Quartier die Grundlagen erarbeitet. In hunderten Gesprächen und einer Testphase im Sommer 2024 wurden die Bedürfnisse des Stadtteils ermittelt. Auch im Werkstattverfahren selbst spielte der öffentliche Dialog eine zentrale Rolle. Rückmeldungen aus der Abschlusspräsentation im Stadtteilzentrum Kölibri flossen in die Entscheidung ein und sollen auch die weitere Ausarbeitung begleiten. Das Projektgebiet umfasst rund 600 Meter Uferkante und liegt direkt gegenüber dem 2003 eröffneten Antonipark.