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Phase0 sammelt 2,6 Millionen Euro für KI-Agenten
Phase0, eine cloudbasierte Softwareplattform für kleine und mittlere Architektur- und Ingenieurbüros, hat eine Seed-Extension-Finanzierungsrunde über 2,6 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von Realyze Ventures. Als Business Angels steigen Albert Achammer, CEO von ATP architekten ingenieure, und Ershad Jamil ein, ehemaliger Chief Growth Officer bei ServiceTitan. Zu den bestehenden Investoren gehören LocalGlobe und Atlantic. Das Kapital soll in den Ausbau der KI-Agenten fließen.
Die Plattform bündelt AVA, HOAI und Bauleitung
Planung und Entwurf sind zunehmend digital. Viele administrative Prozesse prägen nach Angaben von Phase0 aber weiterhin manuelle Abläufe und veraltete Desktop-Software. Die browserbasierte Plattform bündelt Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung (AVA), Honorarangebote und -rechnungen nach HOAI sowie die Bauleitung. Die KI-Funktionen sind in die Arbeitsabläufe integriert und nutzen die dort verwalteten Projektdaten.
KI erstellt Leistungsverzeichnisse und Bautagebücher
Bereits verfügbar ist ein KI-Leistungsverzeichnis. Es erstellt auf Basis eigener Projektdaten Leistungsverzeichnisse und prüft Langtexte nach VOB und DIN. Das KI-Bautagebuch macht aus per WhatsApp gesendeten Fotos und Sprachnachrichten Berichte, Tickets und E-Mails. Weitere Funktionen sollen künftig Aufgaben rund um Kosten, Abrechnung, Dokumentation und Projektsteuerung automatisieren. Laut Gründer und Geschäftsführer Matthäus Kerres kosten Leistungsverzeichnisse, Protokolle und Rechnungsprüfung in den Büros am meisten Zeit.
Mehr als 1.000 Büros nutzen die Software
Phase0 wurde 2020 in Berlin gegründet und adressiert nach eigenen Angaben rund 110.000 kleine und mittlere Architektur- und Ingenieurbüros in Deutschland. Mehr als 1.000 Büros in der DACH-Region nutzen die Plattform, monatlich kommen 50 bis 100 neue Kunden hinzu. Realyze Ventures will das Unternehmen über sein Netzwerk in der Bau- und Immobilienwirtschaft beim Marktzugang unterstützen. Laut General Partner Stefan Läufer wurde die KI mit spezifischen Baudaten trainiert. Diese würden laufend aktualisiert und zusammen mit den Projektdaten der Büros verarbeitet.