Offener Brief fordert stärkere Förderung der Bauforschung

Offener Brief fordert stärkere Förderung der Bauforschung Bild: stock.adobe.com

Offener Brief fordert stärkere Förderung der Bauforschung

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Mit einem offenen Brief an Bundesbauministerin Verena Hubertz, Staatssekretär Sören Bartol und den Bauausschuss des Deutschen Bundestages fordert ein breites Bündnis aus Wissenschaft und Praxis eine deutliche Stärkung der Bauforschungsförderung in Deutschland. Die Technische Universität Berlin hat das Schreiben gemeinsam mit weiteren Universitäten initiiert. Nach Einschätzung der Unterzeichnenden müssen im Gebäudesektor Klimaneutralität, Ressourceneffizienz, Digitalisierung und bezahlbarer Wohnraum gleichzeitig vorangebracht werden, insbesondere im Bestand. Die bisherige Forschungsförderung werde diesen Anforderungen jedoch nicht gerecht. Als Hinweis auf den hohen Bedarf verweist das Bündnis auf die starke Überzeichnung der Förderplattform Zukunft Bau. Zugleich betonen die Unterzeichnenden die wirtschaftliche Bedeutung einer leistungsfähigen Bauforschung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Wirtschafts- und Innovationsstandort.

Mehr Mittel für Forschung und Transfer

Konkret fordert das Bündnis, die Förderung der Grundlagen- und Laborforschung über das Innovationsprogramm Zukunft Bau sowie die Transferforschung über das Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourcenschonendes Bauen schrittweise um jeweils 5 bis 10 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. Beide Bereiche sollen zentral durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung koordiniert und synchronisiert werden. Prof. Eike Roswag-Klinge von der TU Berlin, Präsident der Architektenkammer Berlin und Mitunterzeichner des Briefes, hebt hervor, dass eine stärkere und besser verzahnte Forschungsförderung notwendig sei, damit Innovationen schneller aus der Forschung in die Praxis gelangen.

Breite Unterstützung aus der Wissenschaft

Der offene Brief ist von zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterzeichnet worden, darunter mehrere Professorinnen und Professoren der TU Berlin. Damit erhält die Forderung nach einer stärkeren Bauforschungsförderung breite Unterstützung aus dem akademischen Bereich.