Maschinenbau in Deutschland schrumpft weiter

Maschinenbau in Deutschland schrumpft weiter

Maschinenbau in Deutschland schrumpft weiter

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Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2025 unverändert mit einem Produktionsrückgang von 5 Prozent. Seit Anfang 2023 geht die Produktion zurück, inzwischen das zwölfte Quartal in Folge und damit vergleichbar mit der Rezession Anfang der 1990er-Jahre. Die Auslastung liege bei 78,3 Prozent und damit deutlich unter dem langjährigen Mittel von gut 85 Prozent. Für 2026 erwartet der Verband lediglich einen leichten Anstieg von 1 Prozent.

Beschäftigung und Demografie

Die Schwäche schlägt laut VDMA zunehmend auf den Arbeitsmarkt durch: Die Beschäftigung sank binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent auf gut eine Million Menschen, Kurzarbeit werde häufiger genutzt. Trotz Rückgangs meldeten 16 Prozent der Betriebe weiterhin Fachkräftemangel; 26,3 Prozent der Belegschaften seien 55 Jahre und älter. Die Unternehmen wollten ihre Stammbelegschaften halten und suchten weiter Fachkräfte.

Forderungen an Politik und Rahmenbedingungen

VDMA-Präsident Bertram Kawlath spricht sich für flexiblere Arbeitszeiten, eine schrittweise Anhebung des Rentenalters und die Abschaffung der vorzeitigen abschlagsfreien Rente aus. Zudem solle das Arbeitslosengeld I auf maximal zwölf Monate begrenzt werden. Der Verband kritisiert hohe Steuern, Bürokratie und zusätzliche Belastungen etwa durch das geplante Tariftreuegesetz sowie eine aus seiner Sicht unangemessene Zuspitzung der politischen Debatte.

Außenhandel und Zölle

Beim Export rechnet der Verband mit zusätzlichen Belastungen: Zwei Drittel der Unternehmen erwarteten Umsatzeinbußen durch US-Strafzölle. Neben der Zollhöhe belaste die Bürokratie, etwa bei der korrekten Angabe von Stahl- und Aluminiumwerten. Nur rund ein Viertel der Unternehmen halte die US-Anforderungen für erfüllbar.