Bild: stock.adobe.com
Großaufträge stützen Maschinenbau im Juni
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im Juni deutlich mehr Aufträge erhalten. Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau lag der preisbereinigte Wert der Bestellungen 21 Prozent über dem Vorjahresmonat. Ausschlaggebend waren mehrere Großaufträge aus Übersee.
Plus im ersten Halbjahr
Auch für das erste Halbjahr ergibt sich ein Zuwachs. Insgesamt lagen die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung wurde vor allem durch das Geschäft mit Kunden außerhalb des Euroraums getragen.
Starkes Auslandsgeschäft
Bestellungen aus Nicht-Euro-Ländern legten im ersten Halbjahr um 16 Prozent zu. Damit konnte dieses Segment die schwächere Nachfrage aus anderen Märkten ausgleichen. Im Inland gingen dagegen zwei Prozent weniger Aufträge ein als ein Jahr zuvor. Im Euroraum sank der Auftragseingang sogar um acht Prozent.
Unsicherheit bleibt hoch
Der VDMA verweist trotz der positiven Junizahlen auf ein weiterhin schwieriges Umfeld. Globale Krisen, Investitionszurückhaltung und Unsicherheit belasten die Branche. Zugleich sieht der Verband am Standort Deutschland und in Europa grundlegenden Reformbedarf, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern.
Uneinheitliche Branchenlage
Die Zahlen zeigen damit eine gespaltene Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau. Während Großaufträge aus Übersee die Bilanz stützen, bleiben Inland und Euroraum schwach. Für die weitere Entwicklung dürfte entscheidend sein, ob aus dem starken Auslandsgeschäft eine breitere Erholung der Nachfrage entsteht.