Planung für Hamburger S-Bahntunnel VET stockt

Planung für Hamburger S-Bahntunnel VET stockt

Planung für Hamburger S-Bahntunnel VET stockt

  • Tiefbau
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Der geplante Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET) zwischen Hauptbahnhof und dem neuen Bahnhof Altona soll auf der stark belasteten Verbindungsbahn über Dammtor und Sternschanze zwei S-Bahngleise freimachen, damit Fern- und Regionalzüge profitieren. Die Entlastung gilt als zentral für den Deutschlandtakt.

Stillstand bei Planung und Finanzierung

Laut Senat sind derzeit keine Planungsfortschritte erkennbar. Eine angekündigte Studie zum Eisenbahnknoten Hamburg wurde vom Bundesverkehrsministerium noch nicht beauftragt, eine Finanzierungszusage des Bundes liegt ebenfalls nicht vor. Zu geschätzten Kosten machte der Senat keine Angaben.

Variantenlage und U5-Verknüpfung

Vor zwei Jahren hatte der Senat zwei mögliche VET-Trassenvarianten favorisiert, nachdem eine Machbarkeitsstudie fünf Führungen aufgezeigt hatte. Die ursprünglich angedachte Kombination mit der neuen U-Bahn-Linie U5 gilt als nicht mehr umsetzbar; die Stadt treibt die U5 separat voran.

Folgen für Bahnhof Altona (Diebsteich)

Der geplante Tunnelanschluss beeinflusste die Planungen am neuen Durchgangsbahnhof Altona. Die Deutsche Bahn verschob dessen Inbetriebnahme auf Ende 2029 und begründet dies mit Bauablauf-Komplikationen. Die Bauarbeiten hatten im Juli 2021 begonnen.

Politische Reaktionen

Die CDU in der Bürgerschaft kritisiert den Planungsstillstand als symptomatisch für die Infrastrukturpolitik des Senats. Bemängelt werden das Ausbleiben einer Vorzugsvariante, ungeklärte Finanzierung und ausstehende Studienaufträge.