Fachkräftemangel steigt – Baubranche gegen den Trend

Fachkräftemangel steigt – Baubranche gegen den Trend

Fachkräftemangel steigt – Baubranche gegen den Trend

  • Dienstleistungen
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Das KfW-ifo-Fachkräftebarometer zeigt sinkende Engpässe in der Gesamtwirtschaft: Im Oktober meldeten 25,8 Prozent der Unternehmen Einschränkungen durch fehlendes Personal, nach 31,9 Prozent im vierten Quartal 2024. In der Industrie lag die Betroffenheit bei 17,1 Prozent. Der Rückgang resultiert aus konjunktureller Schwäche, nicht aus einer Entspannung des Arbeitsmarkts. Zugleich stiegen die Vakanzzeiten auf durchschnittlich 161 Tage, gegenüber 56 Tagen im Jahr 2010.

Bauhauptgewerbe als Ausnahme

Im Bauhauptgewerbe nehmen die Personalprobleme zu: 31,6 Prozent der Unternehmen berichten von produktionseinschränkenden Engpässen, nach 27,3 Prozent im April. Die Zahlen deuten auf anziehende Bautätigkeit bei gleichzeitig dünner Personaldecke hin.

Dienstleistungen entlastet, Bau bleibt belastet

Im Dienstleistungssektor bleibt der Engpass spürbar, ist aber rückläufig: 30,2 Prozent der Betriebe melden Personalprobleme. In der Gastronomie sank der Anteil von 40 Prozent im April auf 26,7 Prozent. Die Bauwirtschaft bildet die Ausnahme mit weiter zunehmenden Kapazitätsengpässen.

Ausblick und politische Stellschrauben

Der Fachkräftemangel gilt weiterhin als strukturelles Problem, das den Bau besonders bremst. KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher erwartet mit einer konjunkturellen Belebung eine erneute Verschärfung und verweist auf politische Aufgaben: Erwerbsbeteiligung steigern und qualifizierte Zuwanderung ermöglichen. Für die Bauwirtschaft rücken strategische Personalgewinnung, Qualifizierung und internationale Rekrutierung in den Fokus.

Quelle: www.meistertipp.de