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EU-Kommission fordert Reformen für den Wohnungsbau
Nach Angaben der EU-Kommission sind die Wohnungsbauinvestitionen seit 2020 um rund 20 Prozent gesunken. Gleichzeitig warnt Brüssel davor, dass zusätzliche Regulierungen die Wohnungsknappheit nicht lösen und Investitionen erschweren können. Stattdessen setzt die Kommission auf vereinfachte Vorschriften, digitale Prozesse, niedrigere Baukosten, mehr sozialen Wohnungsbau und einen praxistauglichen Gebäudestandard.
Wohnungswirtschaft fordert konsequente Umsetzung
Der GdW begrüßt die Empfehlungen und sieht darin Rückenwind für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie den Gebäudetyp E. Verbandspräsident Axel Gedaschko fordert eine verlässliche Förderung, steuerliche Investitionsanreize und weniger bürokratische Hürden. Entscheidend sei, dass die Bundesregierung die europäischen Empfehlungen nun in konkrete Maßnahmen umsetzt.
Digitalisierung bleibt zentrale Baustelle
Besonders kritisch bewertet die EU-Kommission die oft langsamen und nur teilweise digitalisierten Verwaltungsverfahren. Gefordert werden einheitliche Standards, digitale Prozesse und eine bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Nach Ansicht der Wohnungswirtschaft sind schnellere und vollständig digitale Baugenehmigungen ein zentraler Schlüssel, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln.