Digitaler Zwilling simuliert Starkregen in Dresden

Digitaler Zwilling simuliert Starkregen in Dresden Bild: stock.adobe.com

Digitaler Zwilling simuliert Starkregen in Dresden

  • Digitalisierung & Technik
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Das Modellprojekt Smart City der Technischen Universität Dresden und der Landeshauptstadt Dresden hat einen Prototyp für eine digitale 3D-Anwendung veröffentlicht, mit der sich Unwetterereignisse und ihre Folgen besser einschätzen lassen. Der digitale Zwilling bildet ein reales Modell der Stadt ab und simuliert die Auswirkungen von Starkregen mit rund 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und Stunde. Sichtbar werden dabei unter anderem mögliche Schäden an Wohngebäuden im Stadtgebiet. Zusätzlich sind Messdaten zu Niederschlag, Wasserständen an Gewässern und Lufttemperatur abrufbar. Die berechneten Szenarien sollen Zusammenhänge verdeutlichen und Impulse für die Stadtplanung liefern.

Kooperation von Wissenschaft und Verwaltung

Entwickelt wird der digitale Starkregenzwilling am Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TU Dresden. Nach Angaben der Projektbeteiligten bündelt die Anwendung komplexe Stadtdaten auf einer Plattform und macht sie für die Starkregenvorsorge nutzbar. An dem Projekt arbeiten mehrere Dresdner Institutionen aus Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Ein Team der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden entwickelt Werkzeuge zur 3D-Visualisierung und zur Schadensberechnung von Wohngebäuden. Daten liefern unter anderem das Amt für Geodaten und Kataster sowie die Stadtentwässerung Dresden.

Ausbau um Frühwarnsystem geplant

Künftig soll das Modell um ein Frühwarnsystem und Sensorik zur Ermittlung von Überflutungen in Bahnunterführungen erweitert werden. Die Online-Anwendung ist ab sofort öffentlich zugänglich. Nutzerinnen und Nutzer sind eingeladen, ihre Eindrücke und Erfahrungen mit dem Starkregenzwilling über eine Online-Umfrage an das Projektteam weiterzugeben.

Teil des Förderprogramms Smart Cities

Das Modellprojekt Smart City Dresden ist ein gemeinsames Förderprojekt der Landeshauptstadt Dresden und der TU Dresden. Ziel ist es, strategische Digitalisierung sowie nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung voranzutreiben. Das Vorhaben ist Teil des bundesweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert.