Digitale Brückenwächter: Fraunhofer IZFP präsentiert Ergebnisse

Digitale Brückenwächter: Fraunhofer IZFP präsentiert Ergebnisse

Digitale Brückenwächter: Fraunhofer IZFP präsentiert Ergebnisse

  • Digitalisierung & Technik
  • 3 Min

Das vom BMFTR geförderte Verbundprojekt ImaB-Edge entwickelt ein System zur permanenten Zustandsüberwachung von Brücken, Dämmen und Kläranlagen. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass frühzeitige Schadenerkennung Menschen schützt und Folgekosten senkt; aus Sicht der Projektleitung sollen insbesondere Sperrungen vielbefahrener Bauwerke durch vorausschauende Bewertung vermieden und Instandhaltungen gezielt ausgelöst werden.

Technischer Ansatz

Kern sind integrierbare Sensoren, die kontinuierlich Messdaten liefern, lokale Sensor-Edge-Einheiten zur Vorverarbeitung sowie ein Edge-Gateway zur Bündelung. Eine KI analysiert die Daten direkt vor Ort und übermittelt Ergebnisse automatisiert an Leitstellen oder Servicepersonal. Die dezentrale Verarbeitung beschleunigt Bewertungen, reduziert Cloud-Datenvolumina und stärkt Datensicherheit sowie Ressourceneffizienz. Perspektivisch sind Anwendungen auch für Bahnanlagen, Tunnel und weitere kritische Bauwerke vorgesehen.

Praxiseinsatz im Reallabor

Auf dem IZFP-Gelände in Saarbrücken demonstriert ein Reallabor die Funktionsweise: Sensoren erfassen Fahrzeuglasten an einer Parkplatzeinfahrt, ergänzt um Wetterstation und Kamera. Projektpartner EUROKEY Software GmbH und WPM Ingenieure GmbH werten die Daten aus und visualisieren sie, sodass die Einflüsse von Verkehr und Witterung auf die Bausubstanz in Echtzeit und vorausschauend nachvollzogen werden können.

Förderung und Verbundstruktur

Beteiligt sind Materialforschungs- und -prüfungseinrichtungen, Hard- und Softwareentwickler, Bauunternehmen und Infrastrukturbetreiber. Das Projekt wurde mit rund 5,6 Millionen Euro durch das BMFTR gefördert und bündelt Sensorik, Edge-Computing und KI zu einer anwendungsorientierten Lösung für sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Bauwerksinstandhaltung.