Bund setzt Signale für mehr Neubau

Bund setzt Signale für mehr Neubau

Bund setzt Signale für mehr Neubau

  • Politik
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Beim Spitzengespräch im Bundesbauministerium wurden EH-55-Plus-Förderung, beschleunigte Planungsverfahren in Kommunen und der Gebäudetyp E als Hebel gegen die Baukrise benannt. Branchenvertreter sehen Bewegung, mahnen jedoch entschlossenere Umsetzung an, damit der stagnierende Markt wieder anzieht.

Hemmnisse: Bauüberhang und Finanzierung

Tausende genehmigte, aber nicht gestartete Projekte belasten den Markt. Als Hauptursache gelten fehlende wirtschaftliche Anreize. Gefordert werden Förderbedingungen mit Zinsstützung deutlich unter Marktniveau, damit Vorhaben finanziell tragfähig werden und der Neubau ab 2026 spürbar anzieht.

Gebäudetyp E braucht Rechtssicherheit

Der Gebäudetyp E soll Abweichungen von kostenintensiven Standards ermöglichen. Ein Gesetz erst Ende 2026 gilt der Branche als zu spät. Bund und Länder sollen rasch klare, möglichst einheitliche Regeln schaffen, damit Planungen angepasst und günstigere Bauweisen realisiert werden können.

Serielles Bauen bereits etabliert

Modulare und serielle Verfahren kommen schon heute breit zum Einsatz, etwa bei Schulen und Kitas, häufig im Holzbau. Da der Wohnungsbau überwiegend privat erfolgt, spielt das Vergaberecht hier vielfach keine zentrale Rolle.

Programme bündeln und vereinfachen

Unübersichtliche Förderrichtlinien gelten als Investitionsbremse. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Bündelung soll zügig umgesetzt werden, um Planungssicherheit herzustellen und genehmigte Projekte in Bau zu überführen.


Quelle: meistertipp.de
  • Cordula Kiefer