Baukonjunktur 2025/26: Talsohle durchschritten

Baukonjunktur 2025/26: Talsohle durchschritten

Baukonjunktur 2025/26: Talsohle durchschritten

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Nach mehreren schwierigen Jahren zeichnet sich eine Erholung ab. Für 2025 rechnet der ZDB mit 168 Milliarden Euro Umsatz (real +0,6 Prozent), für 2026 mit 178 Milliarden Euro (real +2,5 Prozent). Die Stabilisierung erfolgt auf niedrigerem Niveau als zuvor; die Branche bewertet den Umschwung als vorsichtig positiv.

Auftragseingänge und Stimmung

Bis Ende des dritten Quartals 2025 legten die Auftragseingänge im Hoch- und Tiefbau nominal um gut zehn Prozent und real um nahezu acht Prozent zu. Eine Umfrage unter 1.500 Betrieben zeigt, dass 56 Prozent die Geschäftslage als gut oder befriedigend einschätzen. Der ZDB sieht die Talsohle als durchschritten, verweist jedoch auf den realen Rückgang von 17 Prozent zwischen 2021 und 2024.

Wohnungsbau mit erster Bewegung

Im Wohnungsbau werden nach langer Zurückhaltung Projekte reaktiviert, das Ausgangsniveau bleibt jedoch gering. Für 2025 werden rund 54 Milliarden Euro Umsatz erwartet (real −4 Prozent). Ab 2026 könnte leichtes reales Wachstum einsetzen. Ein Engpass bleibt der deutliche Rückgang der Baugenehmigungen, der laut ZDB jährlich mehr als 100.000 Genehmigungen unter Bedarf liegt.

Tiefbau und öffentliche Investitionen als Anker

Der Tiefbau stützt die Konjunktur, getrieben von Investitionen in Schiene, Energie- und Wärmenetze sowie Großprojekten. Das SVIK wirkt spürbar; die Bahn erhält 2025 und 2026 jeweils rund 22 Milliarden Euro. Im öffentlichen Bau werden 2025 rund 49 Milliarden Euro Umsatz erwartet. Der ZDB fordert verlässliche Investitionen, weniger Bürokratie und klare Förderbedingungen, damit sich die Erholung verfestigt.

Quelle: www.meistertipp.de