Zirkuläres Bauen im Bestand: BiB veröffentlicht kuratierte Linksammlung

Zirkuläres Bauen im Bestand: BiB veröffentlicht kuratierte Linksammlung Bild: stock.adobe.com

Zirkuläres Bauen im Bestand: BiB veröffentlicht kuratierte Linksammlung

  • Hochbau
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Der Verband für Bauen im Bestand (BiB) hat unter dem Titel "Nachhaltig! Zirkulär! Aber wie?" eine kuratierte Linksammlung veröffentlicht. Sie bündelt Leitfäden, digitale Tools, Datenbanken, Wissensplattformen, Best-Practice-Beispiele und Weiterbildungsangebote zum nachhaltigen und zirkulären Bauen im Bestand. Zielgruppe sind vor allem Architekten, Planer, Bauherren und Kommunen. Laut BiB geht es nicht darum, neue Instrumente zu schaffen, sondern vorhandene Lösungen sichtbar zu machen. Nach Einschätzung von BiB-Vorstandsvorsitzender Sarah Dungs gibt es bereits viel Wissen, es müsse aber auffindbar und anwendbar sein.

Der Bestand gilt als Ressource

Grundgedanke der Sammlung ist, bestehende Gebäude, Tragwerke und Bauteile zunächst als Ressource zu betrachten. Bevor neu geplant, produziert und verbaut wird, soll geprüft werden, welche Substanz erhalten, angepasst, weitergenutzt oder wiederverwendet werden kann. In bestehenden Gebäuden stecken nach Angaben des Verbands nicht nur Materialien, sondern auch bereits eingesetzte Energie, Emissionen und Arbeit.

Die Themen reichen von Ökobilanz bis Urban Mining

Die Sammlung führt zu Instrumenten der Ökobilanzierung und zur Bewertung von Dekarbonisierungspfaden, zu Informationen über Klimarisiken und Fördermöglichkeiten sowie zu Urban-Mining-Marktplätzen. Berücksichtigt werden auch Wiederverwendung von Bauteilen, Gebäuderessourcenpässe, Klimaresilienz, energetische Sanierung und sortenreines Bauen. Ergänzt wird das Angebot durch Literatur, Webinare, Hinweise auf Fachplanende und Netzwerke sowie ein Glossar zu zentralen Fachbegriffen.

Die Sammlung soll weiterwachsen

Laut Annabelle von Reutern, Fachbeirätin Zirkularität, darf zirkuläres Bauen kein Spezialthema für einzelne Vorreiter bleiben. Der BiB versteht die Sammlung als Arbeitsinstrument, das weiterentwickelt werden soll. Eigentümer, Planer und weitere Interessierte können eigene Erfahrungen und Hinweise einbringen. Mitgewirkt haben Fachleute aus dem Netzwerk des Verbands, darunter Annabelle von Reutern und Benjamin Pleuser, Fachbeirat Umwelt. Die Sammlung steht kostenfrei auf der Website des BiB zum Download bereit.