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Serielles Sanieren soll zum Milliardenmarkt werden
Das serielle Sanieren soll in Deutschland stärker in die Breite getragen werden. Dafür starten Wohnungswirtschaft und Bauindustrie eine europaweite Rahmenausschreibung. Hinter der GdW-Rahmenvereinbarung Serielles Sanieren 1.0 stehen der GdW, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die Deutsche Energie-Agentur.
Sanierung schneller skalieren
Ziel ist es, energetische Sanierungen von Wohngebäuden stärker zu standardisieren und besser planbar zu machen. Wohnungsunternehmen sollen über die Rahmenvereinbarung einfacher auf erprobte Komplettlösungen zugreifen können. Für Bauunternehmen, Hersteller und Planer eröffnet sich damit ein wachsender Markt.
Standardisierung und Vorfertigung
Ein zentraler Ansatz liegt in standardisierten Prozessen und industriell vorgefertigten Bauteilen. Dadurch sollen Bauzeiten verkürzt, Kosten besser kalkulierbar und knappe Fachkräfte effizienter eingesetzt werden. Statt einzelner Pilotprojekte sollen künftig auch größere Wohnungsbestände und Quartiere seriell saniert werden.
Potenzial entlang der Baukette
Die Bauindustrie sieht in der Rahmenvereinbarung zusätzliche Investitions- und Beschäftigungsperspektiven. Neue Aufträge könnten nicht nur für Bauunternehmen entstehen, sondern auch für Hersteller, Planer und Zulieferer. Damit wird serielles Sanieren stärker als industriell organisierter Markt verstanden.
Marktvolumen bis 2045
Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur wurden mit seriellem Sanieren bislang rund zwei Milliarden Euro umgesetzt. Bis zum Jahr 2045 könnte das Marktvolumen auf bis zu 500 Milliarden Euro wachsen. Die dena sieht darin neben dem Beitrag zum Klimaschutz auch einen möglichen Wachstumsmotor für Bauwirtschaft und Mittelstand.
Flexible Beteiligung möglich
Die Ausschreibung ist breit angelegt und umfasst vier Angebotsregionen sowie vier Fachlose. Gesucht werden Lösungen für die energetische Sanierung der Außenwand sowie für die Effizienzhaus-Niveaus EH85, EH70 und EH55. Unternehmen können sich gezielt für einzelne Regionen, Gebäudetypen oder Fachlose bewerben.
Integrierte Lösungen gefragt
Grundlage der Ausschreibung ist eine funktionale Leistungsbeschreibung. Die Kalkulation kann anhand von fünf Stellvertretergebäuden erfolgen. Gefragt sind integrierte Gesamtlösungen aus einer Hand, die Planung, Produktion und Umsetzung stärker verzahnen und Sanierungsprozesse wirtschaftlicher machen.
Quelle: www.meistertipp.de